Anhängerkupplungen für Elektroautos – Gibt es so etwas schon?

Manfred Prescher 1782 0
Auch Elektroautos werden konstant weiterentwickelt. Speziell die Batterien ermöglichen immer mehr Reichweite und damit auch neue Möglichkeiten – etwa für den Einsatz als Zugfahrzeug. Bei Rameder nimmt man sich deshalb den Stromern an und bietet für viele Modelle einen passenden Haken.

Hybridfahrzeuge und Elektroautos

In diesem Bericht geht es um rein elektrisch betriebene Fahrzeuge – also um Elektroautos. Weil Hybridfahrzeuge eine eigene Gattung mit einem eigenen technischen Charakter und anderen Einsatzmöglichkeiten darstellen, wird ihnen demnächst ein separater Artikel gewidmet. Denn auch für Autos, die E-Antrieb und Verbrenner verbinden, bietet Kupplung.de ein umfangreiches Sortiment von Anhängerkupplungen an. Während nun aber Hybridantriebe generell als längerfristig wichtige „Übergangslösung“ gelten, weiß man bei Elektroautos nicht, ob sie tatsächlich eine Option für die Zukunft sind. Viel wird davon abhängen, ob Batterien umweltfreundlich hergestellt und entsorgt werden können – und ob sie genug Leistung abgeben. Wichtig wird auch sein, wie intelligent die Energievernetzung von Wirtschaft, Haushalten, Verkehr – sprich vom Alltagsleben – wird. Unter anderem an ihrer Alltagstauglichkeit scheiterten übrigens die E-Autos der Urzeit, etwa der erste deutsche Stromer, der in Coburg hergestellte Flocken Elektrowagen.

1888 schon mit Strom unterwegs: Flocken Elektrowagen

Von elektrischen Tankstellennetzen

Für die nächste Zeit wird entscheidend sein, wie flächendeckend und schnell sich die Akkus aufladen können. Das „Tankstellennetz“ von Tesla wächst und gedeiht auch in Deutschland, es ist aber nicht für andere E-Autos geeignet. Anders macht es VW zunächst einmal in den USA: Aufgrund des Dieselskandals hat sich der Konzern dazu verpflichtet, mit seiner Tochter Electrify America ein landesweit flächendeckendes Netz von Ladestationen zu errichten. Dieses Projekt treiben die Wolfsburger zügig voran, und die anderen Hersteller profitieren davon. Denn ihre Fahrzeuge können dort ebenfalls aufgeladen werden. Die Frage, ob E-Autos die Zukunft sind, lässt sich trotzdem noch nicht beantworten, meinen Experten wie Jochen Schröder. Der frühere Siemens-Mann und jetzige E-Mobility-Chef von Schaeffler glaubt, dass sich unsere Mobilitätsprobleme zukünftig nur mit unterschiedlichen und maßgeschneiderten Konzepten lösen lassen. Denn es mache einen Unterschied, ob man sich in einer Millionenmetropole, im ländlichen Raum oder auf Autobahnen bewegt.

Elektroautos sind noch Nischenprodukte – AHKs gibt es trotzdem schon

Sicher, 2019 wurden im Vergleich zum Vorjahr 75,5 Prozent mehr reine Elektroautos zugelassen. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 63.281 Stromer erstmals angemeldet – und das ist dann doch, verglichen mit der Gesamtzahl von mehr als 3,6 Millionen Neufahrzeugen, ein elektrisch erzeugter Tropfen auf den sprichwörtlichen heißen Stein. Man muss aber auch anmerken, dass die Hersteller jetzt verstärkt an interessanten E-Autos arbeiten und man sich bei Rameder auch schon seit längerem mit der Technologie beschäftigt. Jens Waldmann, Marketingchef des Unternehmens, erklärt: „Die Verkaufszahlen von E-Autos sind nur die eine Seite, die uns interessiert. Wir hielten es erst für sinnvoll, Anhängerkupplungen für diese Fahrzeuge anzubieten, wenn die Batterien auch bei Transporteinsätzen nicht gleich zusammenbrechen. Speziell bei den Autos der oberen Mittelklasse und der Oberklasse stimmt nun auch das Leistungspotential.“

Für welche E-Autos gibt es schon AHKs?

Die Zahl der beim Marktführer verfügbaren AHKs für E-Autos wird also mit der Power und dem wirtschaftlichen Erfolg noch weiterwachsen. So wird es demnächst für den nun „erwachsenen“ BMW i3 und den E-Golf Anhängerkupplungen geben, während der durchaus erfolgreiche Smart vielleicht auch auf längere Sicht nicht stark genug für eine Anhängerkupplung sein könnte. Im Gegensatz übrigens zu seinen mit fossilem Kraftstoff angetriebenen Geschwistern. Aktuell sind bei Kupplung.de zum Beispiel AHKs für die Marktführer Tesla und Renault verfügbar: Tesla Model S und der kompaktere Tesla 3 sind auf jeden Fall auch ausdauernd genug, um etwas an den Haken zu nehmen. Ob weitere Modelle für eine AHK in Frage kommen werden, hängt davon ab, wann und wie Elon Musk seine neuen Baureihen lanciert – und wie sich etwa das SUV mit dem Namen Model X verkauft.

Renault-Nissan richtet sich mit beachtlichem Erfolg an den Golf-Käufer, so ist Renaults Zoe 2019 mit 9.500 verkaufen Einheiten das meistverkaufte E-Auto gewesen. Auch der Nissan Leaf liegt in den Top 10. Während bei Kupplung.de „nur“ für die aktuelle, seit 2018 lieferbare Zoe-Version eine AHK verfügbar ist, haben Fahrer beider Leaf-Generationen die Möglichkeit, einen Haken zu ordern. Wer sich für das schicke Kompakt-SUV aus Korea, den Hyundai Kona Elektro entscheidet, kann das Fahrzeug ebenfalls schon heute mit einer Anhängerkupplung von Kupplung.de ausstatten.

Luxus und Sportlichkeit auf elektrisch

Fahrzeuge der oberen Mittelklasse und der Oberklasse sind per se für AHKs besonders gut geeignet. Denn sie leisten genug, um auch schwere Anhänger zu ziehen. Das gilt auch bei den Elektrofahrzeugen, weshalb der bis zu 490 PS starke, aber selbst in der Basisversion mit 306 PS nicht untermotorisierte Tesla 3 prädestiniert für die AHK ist. Das gleiche gilt auch für das Elektro-SUV aus Ingolstadt: Die Werte des Audi e-tron sind ähnlich wie bei Tesla: Zwischen 313 und 408 PS leistet der E-Motor, dazu eine starke Batterie – das SUV kann was „wegziehen“. Konkurrent des e-tron ist zum Beispiel auch der Jaguar I-PACE, der 400 PS auf die Straße bringt. Wie bei Tesla 3 und Audi e-tron stimmt auch bei der Raubkatze das Drehmoment: Gewaltige 696 Nm liegen an – und sorgen für hervorragende Zugeigenschaften. Beim e-tron sind es im besten Falle übrigens 664 Nm, beim Tesla Model 3 bis zu 660 Nm. Die Batteriereichweiten liegen maximal bei 560 Kilometern (Tesla 3 Long Range AWD), 436 Kilometern (Audi e-tron 55 quattro) und 470 Kilometern (Jaguar I-PACE). Für diese Fahrzeuge hat Kupplung.de daher passende AHKs im Programm.

Fazit: Was passieren wird

Wie Tesla wird auch Audi seine E-Auto-Palette in Kürze erweitern: Vom e-tron SUV kommt in diesem Jahr die 503 PS starke S-Version auf den Markt, der Sportback steht in den Startlöchern, der Supersportler e-tron GT wird auch noch folgen. Bei Rameder behält man die Entwicklung natürlich im Auge, denn auch bei VW, Toyota oder den Koreanern von Hyundai und Kia tut sich einiges. Man kann davon ausgehen, dass da noch mehr „Haken an die Sache“ kommen werden.  

Sportlich, sportlich: Der Audi e-GT kommt demnächst
Bildnachweis
  • Renault Media
  • Renault Media/Van der Vaart Fotografie
  • Tesla Press
  • Audi Presse
  • Jaguar Press
  • Nissan Presse
  • efahrer

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