Bulli Anhängerkupplung von T1 bis T7

Manfred Prescher 206 0
Er ist ein absolutes Erfolgsmodell – der Bulli. Eigentlich heißt er ja VW Bus, Caravelle oder einfach nur T1, T2, T3… Aber egal, wie man ihn nennt, er begleitet die Republik von Anfang an, wächst mit ihr und steht für praktisch alle Aufgaben zur Verfügung. Rameder stellt den Tausendsassa vor.

Bulli – die frühe Geschichte

Produziert wird der VW Bus eigentlich seit 1950, ab Mitte der 1950er Jahre erobert er die Welt von Hannover aus. Seine Wurzeln reichen allerdings noch ein paar Jahre länger zurück. Genaugenommen bis in die 1930er Jahre, als Ferdinand Porsche den KdF-Wagen erdachte. Denn der Käfer war die Plattform für praktisch alles, was VW in den ersten Nachkriegsjahrzehnten entwickelte. Auch der VW Bus geht also auf den Knubbel zurück. Dass es ihn gibt, ja geben musste, war eigentlich eine Notwendigkeit. Aber der Käfer führte nicht zwangsweise auch direkt zur Konzeption und Produktion des Transporters. Um den zu „erfinden“, brauchte es einen Plattenwagen. Diese ab 1946 für innerbetriebliche Lastenbewegungen gebaute, rollende Ladefläche inspirierte den holländischen VW-Händler Ben Pon zu einer Bleistiftzeichnung in sein Notizbuch. Diese legte er dem Volkswagenchef Nordhoff vor. Da die Skizze schon sehr nach dem späteren Bulli aussah, gab Pon wohl das Startsignal für die Weltkarriere des Transporters. Intern wurde der Bus übrigens „Typ 2“ genannt, denn er war nun mal die zweite Entwicklung nach dem „Volkswagen“.

T1 und T2 – Aufbauhelfer und Wirtschaftswunder

Der VW Bus wurde zum zentralen Helfer beim Wiederaufbau der Bundesrepublik, begleitete den wirtschaftlichen Aufschwung, meisterte dank diverser Aufbauten praktisch jede Aufgabe und durfte schon früh auch als Freizeitfahrzeug dienen – und genau das macht der Bulli bis heute. Schon In den 1950er Jahren gab es Campingausführungen des T1. Die 1951 präsentierte Samba-Variante mit seinem Chromzierrat und den insgesamt 21 Fenstern wurde zum frühen Lifestyle-Transporter. Heute kosten T1-Sambas in gutem Zustand deutlich über 100.000 Euro. Und auch die anderen T1 der frühen Baujahre sind nicht mehr als Schnäppchen zu haben. Aber die horrenden Preise, die für den Bulli aufgerufen werden, sind nicht der einzige Grund, warum man den Oldtimer nicht als Zugfahrzeug verwenden sollte: Auch die Leistung reicht einfach nicht, um im heutigen Verkehr mitschwimmen zu können. Denn 1950 brachte der T1 gerade mal 24,5 PS auf die Straße. Beim Produktionsende im Jahr 1967 waren es dann 43,5 PS. Daher wundert es auch nicht, dass es für den T1 nur gebrauchte AHKs gibt. Beim T2, der von 1967 bis 1979 gebaut und mit den Jahren immer wieder verändert wurde, ist das ähnlich. Mit dem „großen“ Zweiliter-Boxer im Heck leistete er immerhin 69 PS, zu Produktionsbeginn waren es 48. Der T2 war schon in seiner „aktiven“ Zeit kein Rennwagen, aber doch allen Aufgaben gewachsen. Anhängerkupplungen für den ebenfalls preislich im Steigflug befindlichen Bulli der zweiten Baureihe gibt es bei einigen Spezialunternehmen, zumal der T2 in Brasilien noch bis 2013 gebaut wurde. Bleibt die Frage, ob ein T2 heute noch als Zugfahrzeug ran soll – aber das muss jeder Besitzer eines solchen Oldtimers für sich selbst beantworten.

T3 und T4 – moderne Transporter

Der T3 wurde von 1979 bis 1992 produziert, ist länger und breiter als die Vorgänger. Auch der Radstand wuchs – dieser Bulli zeichnet sich also durch einen deutlich geräumigeren Innenraum aus. Beibehalten wurde der Heckantrieb, aber neben dem bewährten Boxermotor waren erstmals auch Dieselaggregate erhältlich. Auch einen Allrad-T3, den Syncro, gab es – und der ist heute besonders gesucht. Als Zugfahrzeuge eignen sich die T3 auf jeden Fall, besonders die stärkste Variante ist für Anhängerfahrten prädestiniert: 112 PS leistet der wassergekühlte Boxer und sorgt für angemessenen Vortrieb. Die schwächsten Boxer- und Dieselversionen bringen es nur auf 50 PS, da kann der T3 unter Volllast auch schon mal an sein Limit kommen. Die meisten T3 sind zwar schon echte Oldtimer, dürfen daher auch ein H-Kennzeichen abbekommen – aber sie sind immer noch auch zeitgemäße Transporter. Deshalb bietet Marktführer Rameder für die dritte Baureihe des Bulli auch Anhängerkupplungen an. Für den Nachfolger, den T4 Multivan, sind natürlich bei kupplung.de ebenfalls AHKs verfügbar. Der T4, der von 1990 bis 2003 gebaut wurde, markiert das Ende von Heckantrieb und -motor. Dieser Bulli ist überdies der Erste, den es mit zwei unterschiedlichen Radständen und Karosserielängen gab. Leistungsstark ist der T4 zudem auch – mit 84 PS ging es los, aber die kräftigsten Varianten bringen 204 bzw. 242 PS. Tuner wie Abt Sportsline oder Oettinger holten noch mehr aus den Diesel- oder Ottomotoren heraus. Als Zugfahrzeug für jeden modernen Bedarf eignet sich der T4 auf jeden Fall.

T5 und T6 – die aktuellen Bullis

Der T5 ist eigentlich seit 2003 auf dem Markt – mit ähnlichen Leistungsdaten wie sein Vorgänger. Mit dem zweiten Facelift von 2015 nennt sich der nun noch etwas stylischere Bulli T6. Die optischen Änderungen an der Motorhaube, den vorderen Kotflügeln, den Stoßfängern, den Scheinwerfern, den Rückleuchten und der Heckklappe lassen den T6 eleganter erscheinen, aber er bleibt eigentlich ein T5. Namen sind aber sowieso Schall und Rauch. Ohnehin weisen alle Bulli-Generationen einen langen Produktionszyklus auf – mit stetigen Verbesserungen. Rameder hat für alle Varianten des T5 – egal, ob Ur-Version, erstes Facelift von 2009 oder T6 – Anhängerkupplungen im Sortiment. Denn T5 und T6 können sowohl als Kastenwagen, Kleinbus oder beispielsweise auch als Pritsche kräftig was wegziehen – egal ob Gartenabfälle, Umzüge oder Wohnwägen. Der Bulli ist beinahe logischerweise immer noch das Lieblingsauto von Großfamilien, Handwerkern und Gewerbetreibenden. Das war der VW Bus immer – egal, ob die Konkurrenten Ford FK 1000/1250 oder Mercedes Vito hießen.

T7 – der kommende Bulli

Auf das Ende des T6 muss man bis 2020 warten, dann wird der Bulli 70 und erst dann wird die komplett neue Baureihe erhältlich sein. Infos zum T7 werden allerdings von VW immer wieder gestreut: Natürlich wird die Angebotsvielfalt riesig sein, Front- und Allradantrieb soll es geben, Ottomotoren sowieso. Aber auch der Turbodiesel, der dann 204 PS leisten wird, bleibt im Angebot. Der elektrisch betriebene T7 folgt einige Monate nach dem Verkaufsstart des konventionell betriebenen Bullis. Als sogenanntes BEV (Battery Electric Vehicle) soll der Transporter eine Reichweite von 450 Kilometern ermöglichen – und bis zu einer Tonne Zuglast ziehen. Der T7 wird kommen, das ist sicher, auch wenn Gewerbetreibende noch über das Jahr 2020 hinaus mit dem T6 Vorlieb nehmen müssen. Scher ist aber auch, dass kupplung.de zeitnah preiswerte und praktische Anhängerkupplungen für die Bulli-Generation Numero Sieben anbieten wird. Für Fahrer der Modellreihen T3 bis T6 wird der Marktführer auch zukünftig AHKs auf Lager haben.

Bildnachweis
  • AvD
  • Diariomotor
  • Heiterweiter
  • Bulliforum Deutschland
  • Auto Extrem
  • Rameder
  • Airstream Deutschland Presse
  • Volkswagen Presse
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