Montagepoint Augsburg – Tipps für die Wartezeit

Manfred Prescher 2373 0
Wer sich im Montagepoint eine Anhängerkupplung einbauen lässt, wartet nicht wirklich lange. Aber ein wenig Zeit braucht gründliche Arbeit nun mal schon. Das Rameder-Team gibt deshalb Tipps, wie man das Warten sinnvoll veredeln kann. Dieses Mal am Beispiel des Montagepoints Augsburg.

Wo findet man den Montagepoint Augsburg?

Der Montagepoint Augsburg liegt zentral im Stadtteil Lechhausen – in der Steinernen Furt. Von dort aus kommt man rasch in die geschichtsträchtige City. Wer lieber die Umgebung erkunden und etwa den Lech entdecken will, der kann direkt bei der Bestellung seiner Anhängerkupplung auch einen preiswerten Kleinwagen mitbuchen. Mit dem kommt man aber auch in der drittgrößten bayerischen und – nach Stuttgart – zweitgrößten schwäbischen Metropole in jede Parklücke. Überhaupt lohnt ein Besuch in Augusta Vindelicum, der Stadt, die bereits von den Römern gegründet wurde. Das gilt natürlich erst recht, wenn man eine Anhängerkupplung ans Fahrzeug montieren lässt. Wer dazu aus Donauwörth oder Günzburg anreist, muss nur knapp 50 Kilometer fahren, rund 80 Kilometer sind es von Ulm/Neu Ulm, Heidenheim oder dem ostallgäuerischen Kaufbeuren aus. 

Sportstadt Augsburg: FCA und Panther

Im Süden Deutschlands gehört der FC Augsburg schon lange zu den großen Fußballvereinen. In der Saison 2011/12 spielten die Fuggerstädter erstmals in der Bundesliga. Dort gelingt es ihnen Jahr für Jahr den Abstieg zu vermeiden und stetig zu wachsen. Seit 2015 trägt die erste Mannschaft ihre Heimspiele in der nagelneuen WWK Arena aus. Die Fans sagen zu diesem Sporttempel, der sich zwischen dem Stadtteil Göggingen und dem Universitätsviertel befindet, allerdings „Schwabenstadion“. Sehenswert ist die Arena auf jeden Fall. In der Senkelbachstraße, also fast direkt in der City, liegt das nach dem Augsburger Journalisten Curt Frenzel benannte Eisstadion. Dort tagen die Augsburger Panther ihre Heimspiele aus. Die Raubtiere gehören zur DEL, aber die Geschichte des Vereins reicht viel weiter, bis ins Jahr 1878, zurück. Das heutige, moderne Stadion ist einen Besuch wert – erst recht, wenn die bayerischen Rivalen aus dem nahen Ingolstadt, aus Nürnberg, Straubing oder München zu Gast sind. 

Soziale Verantwortung, historisch betrachtet: Die Fuggerei

Jakob Fugger war so etwas wie der Jeff Bezos des frühen 16. Jahrhunderts – denn der Bankier hatte Geld wie Heu. Bei ihm standen weltliche Könige und Fürsten in der Kreide, aber der gläubige Katholik lieh auch der Kirche gern mal eine größere Summe. Als Christ fühlte sich Fugger verantwortlich für notleidende Menschen. Denen ließ er zwischen 1516 und 1523 eine komplette Siedlung bauen. Ganz nebenbei erfand der Ökonom so den sozialen Wohnungsbau. Die Fuggerei gibt es noch heute. In den auf 67 Häuser verteilten 140 Wohnungen leben 150 bedürftige, katholische Menschen. Sie zahlen tatsächlich eine Kaltmiete von jährlich (!) nur 88 Cent pro Person. Dafür verpflichten sie sich, täglich einmal das „Vaterunser“, das „Glaubensbekenntnis“ und ein „Ave Maria“ zu sprechen. Im Karree kann man prima verweilen und mit netten Menschen plauschen. Mitten im Großstadtgetriebe ist sie der Ort, an dem die Uhren langsamer zu laufen scheinen. Zur Fuggerei gehört auch das interessante Museum der Bewohner. Dort nähert man sich dem speziellen Alltag der Menschen des Viertels auf einfühlsame Weise.

Ein Hoch auf die Gemütlichkeit – die Zeughausstuben

Direkt beim berühmten Zeughaus aus dem frühen 17. Jahrhundert befindet sich eines der besten und gemütlichsten Restaurants der Stadt: Die Zeughausstuben. Dort verwöhnt man den Gaumen und lädt zum gemütlichen Verweilen in herrlich-liebevollem Ambiente ein. Im Sommer ist der Biergarten einer der schönsten Augsburger Plätze zum Herunterkommen. Ein wenig Zeit und vor allem Appetit sollte man aber mitbringen: Denn auf der Speisekarte finden sich bayerisch-schwäbische Spezialitäten und Schmankerln der Saison. Natürlich bietet das Restaurant leckere hausgemachte Spätzle oder Maultaschen an, aber auch der Wurstsalat, die Forelle mit Rosmarinkartoffeln oder das „Dry Aged“-Rindersteak sind absolut empfehlenswert.

Eine Insel mit mehr als zwei Puppen

Der Schauspieler Walter Oehmichen gründete 1948 ein kleines, feines Marionettentheater – die Augsburger Puppenkiste. Seine Tochter Hannelore schnitzte dafür hunderte von Puppen, oft nach Kinderbuch-Vorlagen. Und wir? Wir kennen viele davon: Das Urmel, Jim Knopf, Wutz, Kater Mikesch, den kleinen König Kalle Wirsch, Bill Bo, die Muminfamilie, den Räuber Bill Bo, den Lokomotivführer Lukas, den Löwen, das Sams oder Don Blech. Der „Häsische Rundfunk“ machte die Figuren zu Stars und das Theater zur Legende. Immer noch werden in der Spitalgasse 15 Puppen-Stücke aufgeführt – für Kinder und auch für Erwachsene. Wer Zeit hat und rechtzeitig bucht, kann sich bei einer charmanten Führung die berühmten „Handarbeiten“ von Hannelore Oehmichen zeigen und erklären lassen.  Natürlich hat die Puppenkiste auch einen eigenen Kasperl. Und der tippt seit 2009 vor jedem Heimspiel das Ergebnis seines „Herzensvereins“ – des FC Augsburgs.

Technik nicht nur für Fans: Mazda und MAN

Die Geschichte geht ungefähr so: Der Autohändler Walter Frey verkaufte seit 1978 Mazda und fand Gefallen an den Fahrzeugen des Herstellers aus dem fernen Osten. Frey stellte irgendwann fest, dass man in Japan wenig Interesse an der eigenen Geschichte zeigte und begann Mazdas zu sammeln. Mit Unterstützung der Stadt konnten Frey und seine Söhne ein ehemaliges, 1897/98 erbautes Straßenbahndepot erwerben und zum Mazda Museum umbauen. Dort werden seit 2017 rund 50 Autos ausgestellt, darunter auch der seltene Cosmo Sport oder der pfiffige Kleinstwagen R360. Weil nie alle Autos der Frey’schen Sammlung zu sehen sind, lohnt ein wiederholter Besuch. Sogar die Führung des Herstellers kommt öfter und staunt. Dank Walter Frey nimmt man sich nun auch im japanischen Fuchū der eigenen Geschichte an. Ein traditionsreicher deutscher Industriegigant ist MAN. Die ehemalige Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg gehört heute zum Volkswagenkonzern. Das MAN-Museum im Stadtteil Oberhausen zeigt, was das Unternehmen seit 1840 so alles herstellte. LKWs, Busse und Großaggregate werden genauso präsentiert, wie eine Buchdruckschnellpresse von 1846 und der erste Dieselmotor, den Rudolf Diesel zwischen 1893 und 1895 in Augsburg baute.

Bildnachweis
  • Augsburg Tourismus Presse
  • FC Augsburg
  • Augsburger Panther/AEV
  • Birgit Böllinger/Pixabay
  • Augsburger Puppenkiste
  • Zeughausstuben Augsburg

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