Montagepoint Dresden – Tipps für die Wartezeit in Sachsens Landeshauptstadt

Manfred Prescher 740 0
Wer sich im Montagepoint eine Anhängerkupplung einbauen lässt, wartet nicht wirklich lange. Aber etwas Geduld verlangt gründliche Arbeit nun mal schon. Das Rameder-Team gibt deshalb Tipps, wie man das Warten sinnvoll veredeln kann. Dieses Mal am Beispiel des Montagepoint Dresden.

Wo finde ich den RMP Dresden?

Der Dresdner Montagepoint befindet sich im Nordosten der Metropole – genauer: An der Prießnitzaue 32, im Stadtteil Weißig. Von der Fachwerkstatt aus sind es knapp 13 Kilometer bis in die City mit ihren Sehenswürdigkeiten. Wer sich auf Entdeckungstour begeben möchte, kann schon bei der Terminvereinbarung für nur 15 Euro ein Leihfahrzeug dazu buchen. Aber Dresdens zentrale Punkte sind natürlich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Für Auswärtige liegt der Montagepoint ebenfalls verkehrsgünstig: Radebeul ist nur sieben Kilometer entfernt, nach Pirna sind es auch nur 20 Kilometer. Meißen ist 36 Kilometer weit weg, Bautzen und Freiberg ziemlich genau 50. Von der Großstadt Chemnitz sind es nur 90 Kilometer nach Weißig. Der Besuch in Dresden lohnt natürlich sowieso, denn Sachsens zweitgrößte Stadt ist nicht nur einer der schönsten und geschichtsträchtigsten Orte Deutschlands, sie ist auch eine junge und pulsierende Metropole.   

Der besondere Rameder-Tipp: Man sollte sich Zeit nehmen und eine Elbschifffahrt zum wunderschön, direkt am Strom gelegenen Schloss Pillnitz gönnen. Theoretisch kann man dazu durchaus einen ganzen Tag einplanen, etwa zum Lustwandeln im Park des im 18. Jahrhundert von August dem Starken im Barockstil umgebauten Landsitzes. Mit dem sanft dahingleitenden Schiff beträgt die kürzeste Fahrtdauer entschleunigte zwei Stunden.

Imposantes Gesamtkunstwerk: Der Zwinger

Der große italienische Schriftsteller und Philosoph Umberto Eco sagte einmal: „Die Dresdner fragen einen gar nicht, ob einem die Stadt gefällt. Sie sagen es einem.“ Tatsächlich werden Besucher der gastfreundlichen Stadt diese Erfahrung leicht ebenfalls machen können. Der Einwohner ist nun mal stolz auf „sein“ Dresden. Womit? Mit Recht natürlich. Und worauf? Auf die geschichtsträchtigen Bauten, die wieder in schönstem Glanz erstrahlen, auf den besonderen Flair von „Elbflorenz“, dem man leicht erliegen kann. Und dem immer mehr Menschen auch für länger verfallen. Denn seit einigen Jahren wächst die Metropole wieder deutlich und wird mit der steigenden Einwohnerzahl nebenbei auch jünger.

Für einen Kurzbesuch ist Dresden eigentlich nicht prädestiniert, denn es gibt viel zu viel zu entdecken. Und Oberflächlichkeit mag der Sachse bekanntermaßen nicht. Aber wo fängt man nun an? Mit der Semperoper oder Frauenkirche? Kann man machen. Man kann den Trip durch die Stadt aber auch im Zwinger beginnen: So viel geballte Geschichte an einem Ort findet man tatsächlich selten. Um das Jahr 1710 wurde die Anlage als Orangerie und Festplatz für die gehobenen Stände konzipiert und dann immer mehr erweitert. Sie ist aber auch ein mit der Zeit gewachsenes Gesamtkunstwerk, in dem sich Architektur, Gartenbau, Malerei und Bildhauerei trefflich vereinen. Heute gilt der Zwinger als eines der bedeutendsten Barockensembles in Europa – obwohl der letzte Teil, die Sempergalerie, erst 1854 fertiggestellt wurde. Und einen Zwinger, also jener Verstärkungsbau mittelalterlicher Burgen, gab es hier nie. Der war auch nicht nötig. www.der-dresdner-zwinger.de/

Innovatives Sachsen – das Verkehrsmuseum

Dresden ist zwar groß und weitläufig, aber einiges kann man – und sollte man – zu Fuß besser erledigen: Vom Zwinger oder der Semperoper ist es zum Beispiel nur ein Katzensprung zur Frauenkirche – oder zu einem „geweihten Ort“ für Technikfans: Wer am Neumarkt den Eingang zum Dresdner Verkehrsmuseum betritt, wird die spannende Entwicklung von Autos, Fahr- und Motorrädern oder der Eisenbahn hautnah erleben. Speziell Kinder, aber natürlich auch Jungebliebene „erfahren“ so, wie sich unserer Mobilität von der Draisine und dem Benz Motorwagen bis heute entwickelt hat. In der Zukunftswerkstatt wird der Blick auf das, was uns verkehrstechnisch erwartet, gewagt.

Ein großer Schwerpunkt der Ausstellung liegt seit jeher auf der Geschichte des sächsischen Automobilbaus, die 1904 mit August Horchs Umzug nach Zwickau begann. Gezeigt wird Innovatives von Horch, Wanderer, Audi oder DKW – der Auto Union – oder vom Karosseriebauer Glaeser und dem einfallsreichen Heinz Melkus. Sozialistische „Dauerbrenner“ wie Trabant 600/601, wie die Wartburg-Baureihen oder wie der Barkas B1000 präsentiert das Museum in zeitgenössischem Umfeld. www.verkehrsmuseum-dresden.de/

Elbschlösser – eine nahe, aber doch andere Welt

Die Elbschlösser haben ihren Namen von Preußenprinz Albrecht, der immerhin zwei der Gebäude in Auftrag gegeben hat – Schloss Albrechtsberg und das Lingnerschloss. Zusammen mit dem dritten Anwesen, dem für den Kaufmann Johann Daniel Souchay erbauten Schloss Eckberg, entstand im 19. Jahrhundert am rechten Elbhang eine malerische Einheit. Das steinerne Trio befindet sich nur drei Kilometer von der City entfernt und ist mit der Straßenbahnlinie 11 auch schnell zu erreichen. Und doch: Die Welt scheint hier oben still zu stehen. Man sitzt auf der Terrasse des Lingnerschlosses, bei Kaffee und Kuchen oder einem der legendären Burger und schaut hinüber zur Waldschlösschenbrücke. Also dorthin, wo man den großstädtischen Trubel vermuten kann. Oder man verfolgt den Lauf der Elbe und blickt in Richtung Loschwitz und Blasewitz. Wer noch etwas Zeit übrig hat, kann sich alle drei Schlösschen aus der Nähe ansehen. Das Eckberg wäre auch eine tolle Option für einen Dresden-Urlaub zu zweit, denn es ist ein romantisches Hotel. www.lingnerterrassen.de/

Von bunten Bildern und tollen Geschichten

Donaldisten, „Digedags“-Enthusiasten, die nach Werken von Hannes Hegen suchen, Superhelden-Fans, Manga-Jünger oder Leser von Graphic Novels aus ganz Deutschland pilgern nach Dresden Neustadt. Denn dort, in der Bautzener Straße 30, befindet sich Tobias Reuters Comicladen – und der ist eine der wichtigsten Anlaufstellen für Sammler, Leseratten und Sprechblasen-Freunde. Reuter hat nicht nur Neuheiten, sondern auch viele Raritäten auf Lager. Außerdem muss man die fachkundig-liebevolle Beratung live erleben. Denn der Ladeninhaber ist selbst auch Fan und Kenner. Wenn er Zeit hat, empfiehlt er auch mal eines seiner Lieblingsalben – dann sollte man zugreifen. www.dresdner-comicladen.de/

Hundertprozentig einmalig: Die Prager Straße

Mit der historischen Prager Straße im Wiener Stadtteil Florisdorf hat die Prager Straße in Dresden rein gar nichts gemeinsam. Obwohl auch sie mittlerweile spannende Geschichten aus anderen Zeiten erzählen kann: Sie wurde in den 1960er Jahren auf der Fläche der im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Einkaufsstraße in der Seevorstadt konzipiert. Komplett im sozialistischen Baustil geplant und ausgeführt, ist sie in Deutschland einmalig. Heute findet man im besonderen Ambiente der Prager Straße die üblichen Geschäfte, Cafés und Eisdielen. Aber trotzdem wird sie nie zu einer austauschbaren Fußgängerzone. Das liegt an der Mischung aus jungem Leben und sozialistischem Beton, beispielsweise am 1972 eröffneten Rundkino, in dem man früher Manfred Krug, Gojko Mitić oder Louis de Funes bewunderte. Heute laufen da Avengers, Jediritter oder Schülerstreiche aus der Goethe Gesamtschule. Übrigens: Von der Prager Straße ist es nicht weit in die Altstadt – und zum Rudolf-Harbig-Stadion, der Heimat der ruhmreichen SG Dynamo Dresden. www.dresden.de/

Bildnachweis
  • Dresden Marketing
  • Stadtrundfahrten Dresden
  • Comicladen Tobias Reuter
  • Neustadt Geflüster
  • Verkehrsmuseum Dresden
  • W. Bulach
  • Thomas Wolf, www.foto-tw.de
  • DMG/Dittrich

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