Montagepoint Leipzig – Tipps für die Wartezeit

Manfred Prescher 965 0
Wer im Montagepoint eine Anhängerkupplung anbringen lässt, wartet nicht wirklich lange. Aber ein wenig Zeit braucht gründliche Arbeit nun mal schon. Das Rameder-Team gibt deshalb Tipps, wie man das Warten sinnvoll veredeln kann. Dieses Mal am Beispiel des Montagepoints Leipzig.

Leipzig hat eine neue Attraktion

Es blitzt und funkelt in jedem Montagepoint, denn Sauberkeit und Ordnung sind das A und O einer perfekten Werkstatt. Im Leipziger Montagepoint blitzt und funkelt es aber erst recht. Denn am Pötzschker Weg 2-4 hat Rameder so eben einen nagelneuen Montagepoint für die Metropolregion Leipzig eröffnet. Hier kann man sich ab sofort eine AHK zum Festpreis montieren lassen. Wer will, kann derweil Stadt und Gegend erkundigen, in dem gleich bei der Bestellung und der Terminvereinbarung ein günstiges Mietauto dazu gebucht wird. Allerdings hat Leipzig ein sehr gutes Nahverkehrssystem und vom Montagepoint in die City sind es gerade mal fünf Kilometer. Überhaupt liegt die Werkstatt zentral: Nach Bitterfeld-Wolfen, Halle, Altenburg oder Grimma sind es jeweils nur rund 50 Kilometer, Eilenburg und die Flughafenstadt Schkeuditz sind nur 31 beziehungsweise 16 Kilometer vom Montagepoint entfernt.

Viel Geschichte ist hier lebendig

Auch, wenn man nicht mit dem Zug in Leipzig ankommt oder damit wieder wegfahren will, den Hauptbahnhof sollte man dennoch gesehen haben. Denn das imposante Bauwerk ist der größte Kopfbahnhof Europas und stammt aus einer Zeit, in der Eisenbahn und Fortschritt zusammengehörten: 1915 wurde er eröffnet und strahlt nun wieder in seiner alten Pracht. Verkehrsknotenpunkt und Baudenkmal zugleich, erzählt das Gebäude seine Geschichte – und die begann mit einem jahrelangen Finanzierungspoker zwischen den Regierungen von Preußen und Sachsen, sowie dem Magistrat der Stadt. Ab 1898 ging es mit Planungs- und Bauphasen weiter. Rund 100 Jahre vor der Eröffnung des Bahnhofes war Leipzig Schauplatz der blutigen Völkerschlacht, bei der sich die Allianz aus Russland, Preußen, Österreich und Schweden durchsetzen konnte und bei der über 100.000 Soldaten aus 20 Ländern ihr Leben ließen. Bereits ein Jahr nach der Schlacht hatte der Dichter Ernst Moritz Arndt die Idee zu einem Denkmal, das die Gefallenen ehren sollte. Ab 1894 wurden Spenden für die Errichtung des Denkmals gesammelt und 1898 konnte der Grundstein für das 91 Meter hohe Monument gelegt werden. Pflichtprogramm beim Besuch: Das Alte Rathaus liegt mitten in der City, an der Rückseite des Naschmarkts und ist einer der wichtigsten weltlichen Bauten der Renaissance. Seit 1909 beherbergt das Areal das sehenswerte Stadtgeschichtliche Museum, der Stadtrat trifft sich seit 1905 im Neuen Rathaus.

Puschkin in der Südvorstadt

Alexander Sergejewitsch Puschkin war ein großer russischer Dichter. Ihm dürfte es gefallen, dass einer der schönsten und urigsten Plätze in der quirlig-jungen Südvorstadt nach ihm benannt ist. Das Eckhaus mit dem Café Puschkin kultiviert DDR-Flair und verbindet es mit modernem Leben. Hier lässt es sich gut speisen oder einfach mal bei Konzerten oder Lesungen lauschen. Danach tritt man auf die Karl-Liebknecht-Straße und begibt sich stadteinwärts schlendernd auf Kneipentour. Der Autor hatte selbst schon zwei Mal das Vergnügen, im Puschkin zu lesen – und den Abend dann im Karree ausklingen zu lassen. Der alte Puschkin hätte das bunte Treiben sicher genossen. Leipzig ist ohnehin die Stadt der Kunst – und das natürlich nicht nur zur Zeit der Buchmesse: Unweit des Montagepoints, in der Lützner Straße, gibt es zum Beispiel das Tapetenwerk. In der alten Fabrik von Robert und Adolf Langhammer, die zur DDR-Zeit der VEB Volkseigener Betrieb Tapetenwerk Leipzig war, haben sich verschiedene Künstler angesiedelt – Maler, Bildhauer, Fotografen, Filmemacher. Aber nicht nur Ateliers und Arbeitsräume hat es hier, immer wieder finden auch Ausstellungen statt.

Grüne Oasen in der Großstadt

3,3 Kilometer lang ist der Karl-Heine-Kanal im Westen von Leipzig. Der künstliche Wasserlauf verbindet den Lindauer Hafen mit der Weißen Elster. 15 Brücken überspannen ihn und man kann ihn auch mit kleinen Booten befahren. Auf der Tour sieht man dann viele markante alte Gebäude und einiges, was die Neuzeit der boomenden Metropole brachte. Unweit des Stadtzentrums befindet sich Leipzigs größte Parkanlage, der Clara-Zetkin-Park – oder der „Clara Park“, wie die Einheimischen die Grünanlage liebevoll nennen. Bereits im Jahr 1955 fassten die Stadtverordneten den Beschluss, unter dem Namen „Zentraler Kulturpark Clara Zetkin“ mehrere historische Parkanlagen zu vereinigen. Man verband den Johannapark, den Palmengarten, den Volkspark Scheibenholz und den Albertpark zu einer riesigen grünen Oase.

Nostalgie „Made in GDR“

Es war bekanntlich nicht alles schlecht und manche ostdeutsche Hausfrau schwört noch heute auf das Handrührgerät AKA Electric RG28 – und das sicher nicht nur wegen seiner peppigen Farben, etwa dem knalligen Orange. Das Gerät aus Suhl, dass man in der BRD via Quelle-Katalog ebenfalls kaufen konnte, war einfach zuverlässig. Und ist es noch heute. Im privaten N‘OSTALGIE-Museum in der Nikolaistraße findet man den AKA natürlich auch. Denn in diesem Tempel geht es um die Alltagsprodukte der DDR. Neben Küchenhelfern gibt es hier jede Menge Plaste und Elaste, dazu Radios, Autos, Zweiräder und ganz viel Spielzeug. Natürlich sind Pittiplatsch, Schnatterinchen und das Sandmännchen auch da. Das Museum bietet auch Stadtrundfahrten an – dabei ist man stilvoll im wunderschönen Wartburg 311 unterwegs.  Und im Café 1:33 kommt man auch mit anderen Menschen ins Gespräch: „einen RG28 hatten wir auch“ – „wir haben unseren lindgrünen Rührer sogar noch“.

Selbst mal Druck machen – das Druckereimuseum

Im ehemaligen Industrieviertel Plagwitz zeigt das Museum für Druckkunst, wie in den letzten 500 Jahren gedruckt wurde. Anhand vieler Maschinen kann man die einzelnen Schritte nachvollziehen – den Guss Druckbuchstaben mit echtem Blei, das Zusammensetzen der Buchstaben zu einem Text und schließlich der Druck, der per Hand oder maschinell erfolgt. In Workshops können Kinder und Erwachsene verschiedene Drucktechniken ausprobieren. Mit der Reihe „Let’s print in Leipzig“ verbinden sich Kunst und Können. Denn das Museum arbeitet hier mit drei Druckwerkstätten zusammen. Das aktuelle Ergebnis kann man in der bis 14. November geöffneten Ausstellung bestaunen. Zu sehen sind dieses Mal Werke von Künstlern aus Dortmund, Riga, Kopenhagen, Hannover und natürlich aus Leipzig, etwa von Maik Brüsch, Maria Ondrej & Alexander Mick oder Maren Oehling.

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