Montagepoint Passau – Tipps für die Wartezeit

Manfred Prescher 1270 0
Wer sich im Montagepoint eine Anhängerkupplung einbauen lässt, wartet nicht wirklich lange. Aber ein wenig Zeit braucht gründliche Arbeit nun mal schon. Das Rameder-Team gibt deshalb Tipps, wie man das Warten sinnvoll veredeln kann. Dieses Mal am Beispiel des Montagepoints Passau.

Wo findet man den Montagepoint Passau?

Der Passauer Montagepoint befindet sich in Pocking, also vor den Toren der Drei-Flüsse-Stadt und ihrer Pracht. Rund 25 Kilometer sind es von der Fachwerkstatt in die malerische City. Aber auch von Deggendorf oder Straubing aus erreicht man den Montagepoint im Osten Bayerns prima: 70 beziehungsweise 75 Kilometer sind es von diesen Städten aus bis zur Filiale von Rameder. Genausoweit ist es auch in die oberösterreichische Hauptstadt Linz. Es lohnt sich also, die Anbringung einer Anhängerkupplung mit einem Kurzurlaub zu verbinden – oder mit einem Wellnesstag: Denn das niederbayrische Bäderdreieck mit den Kurorten Bad Griesbach, Bad Birnbach und Bad Füssing ist ebenfalls gut und schnell erreichbar.

Romantische Donau mit Blick auf St. Stephan

Die Innenstadt – erst einmal von oben anschauen

Ein Buchstabe mehr macht schon was aus: Man sollte die Innenstadt Passaus nicht mit der auch sehenswerten Innstadt verwechseln. Auf beides hat man aber von oben einen herrlichen Blick. Am besten wandert man dazu hoch zur ebenfalls malerischen Wallfahrtskirche Mariahilf. Es lohnt sich, das Gotteshaus aus dem 17. Jahrhundert anzuschauen. Noch herrlicher ist der Blick auf die Altstadt und den monumentalen Dom St. Stephan. Hier oben kann man den Lauf der langen Stadtgeschichte förmlich spüren. Aber unten, zwischen Donau und Inn, pulsiert das Leben. Auf dem Residenzplatz, also zwischen altem und neuem Bischofssitz, flanieren die Menschen. Hier fühlt man sich wohl – und hier gibt es auch nette Eislokale, Cafés oder andere Orte zum Verweilen. Eine der schönsten und ältesten Sträßchen ist von den Residenzen aus zu Fuß in knapp zwei Minuten zu erreichen: Die Michaeligasse, die als „Michaelsstrazze“ bereits im frühen 14. Jahrhundert existierte.

Donau, Inn und Ilz – ein dreimalig schönes Naturschauspiel

Das Flüssedreieck aus Donau, Inn und Ilz führte dazu, dass sich Menschen dort, wo heute Passau liegt, schon vor über 2000 Jahren ansiedelten. So schön diese einmalige Lage auch ist, seitdem hatte man regelmäßig mit schlimmen Hochwassern zu kämpfen. So kam es, dass der Kabarettist Ottfried Fischer nach der Jahrhundertflut von 2013 in der Altstadt sein Hochwassermuseum gründete. Wer Passau besucht, sollte dort mal vorbeischauen. Hat man etwas mehr Zeit und etwas Liebe zur Natur übrig, dann empfiehlt es sich, an den Flussläufen entlang zu wandern. Die mächtige Donau und der Inn erweitern den Blick, aber richtig romantisch ist die Ilz. Dieser nur rund 70 Kilometer lange Fluss gilt als „Perle des Bayerischen Waldes“ und mündet bei Passau in die Donau. Auf seinem Weg dorthin zeigt er sich als Begleiter von wilder Naturschönheit. Unser Urlaubstipp: Man nehme sich ein paar Tage Zeit und wandere die Ilz komplett entlang, hinauf bis an die tschechische Grenze. Dabei sind 1.000 Meter Höhenunterschied zu bewältigen.  

Gerichtet und berichtet: Das ScharfrichterHaus

Im ScharfrichterHaus, das mitten in der Passauer Altstadt liegt, wohnte früher tatsächlich der ortsansässige Henker. Hier war im 14. und 15. Jahrhundert auch ein Gefängnis untergebracht. Heute ist das Gebäude bekannt wegen seiner guten Küche – und vor allem als eine der führenden Institutionen für Kabarett und Comedy im deutschsprachigen Raum. Alle traten sie hier auf und manche Karriere begann in dem uralten Gebäude. Einige Künstler nahmen sogar das begehrte ScharfrichterBeil mit nach Hause. Diesen renommierten Preis bekamen unter anderem Hape Kerkeling, Urban Priol, Thorsten Sträter, Luise Kinseher, Günter Grünwald oder Lucy van Kuhl verliehen. Unser Tipp: Man studiere das Programm und verbinde den Kulturabend mit dem Einbau der AHK.

Ab zur Feuerwehr – ins Museum auf der Veste Oberhaus

Im herrlich gelegenen Museum Veste Oberhaus geht’s nicht nur um Brandbekämpfung im Wandel der Zeit – man kann auch eine alte Apotheke bestaunen oder alles über die Geschichte und die Geheimnisse der Zünfte oder des Passauer Porzellans erfahren. Technikaffine Zeitgenossen sollten sich trotzdem in den Keller der Veste, ins ehemalige Kanonengewölbe, begeben. Dort wird die Entwicklung der Feuerwehren vom 17. Jahrhundert bis in die Neuzeit sichtbar. Handspritzen, lederne Löscheimer oder Karrenspritzen zeigen den technischen Standard früher Jahrhunderte. Nebenbei erfährt man, wie die verheerenden Stadtbrände von 1662 und 1680 die Entwicklung der Feuerwehrausstattungen beschleunigt haben.

Mit dem Schiff zur Mündung der Flüsse

Es ist vielleicht etwas übertrieben, dass man Passau oft als „bayerisches Venedig“ bezeichnet. Oder anders gesagt: Mit Gondeln hat man es in dieser Stadt eher nicht, was auch an der Breite von Inn oder Donau und an der Wildheit der Ilz liegt. Aber italienischen Flair verströmt Passau wirklich. Das erkennt man beim Flanieren – oder bei der „Dreiflüsse“-Stadtrundfahrt: In etwa 45 Minuten geht es vorbei an Ober- und Niederhaus, man schaut auf den Dom, die Altstadt mit ihren bunten Fassaden und hoch zur Wallfahrtskirche Maria Hilf. Ein besonderes Erlebnis bietet der Blick auf die gemeinsame Mündung der drei Flüsse – und auf die unterschiedlichen Farben der Gewässer. Will man sich Passaus Geschichte fachkundig erklären lassen, lohnt das Kombiticket: Es enthält neben der Schifffahrt auch eine sehr geistreiche Stadtführung. Wer mehr Zeit mitbringt, kann auf der Donau auch bis Regensburg, Linz, Wien oder Belgrad fahren.

Bildnachweis
  • Passau Tourismus
  • Udo und Joan Fugel
  • ScharfrichterHaus
  • Museen in Bayern
  • Museum Veste Oberhaus
  • Donauschifffahrt.eu

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