Wie bekomme ich saubere Auto-Sitze?

Manfred Prescher 1299 0
Der Winter ist vorbei – aber er hinterlässt seine Spuren am und im Auto. Speziell die Sitze leiden unter der Feuchtigkeit, die man ins Wageninnere notgedrungen „einschleppt“. Wie man das Gestühl am besten säubert, erklären die Tipps der Rameder-Profis. Die Pflege der Autositze ist kein Hexenwerk, wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet.

Der Fleckenschutz – Nach dem Putzen ist vor dem Putzen

Eigentlich sollte man im Auto nicht Essen oder Trinken. Denn die Möglichkeit, dass irgendetwas verschüttet oder verkrümelt wird, ist bei Kindern wie Erwachsenen groß – und das auch, weil die Straßenbeläge nicht so eben und lochfrei sind, wie es sein sollte. Wenn das Fahrzeug zum Ersatz-Esszimmer werden soll, dann helfen am besten Decken über Sitzflächen und Lehnen. So sind die Sitze erst einmal geschützt.

Den Sitz reinigen – mal testen

Sitze aus Kunstleder oder Leder sind vergleichsweise pflegeleicht. Wie man mit Leder umgeht, haben wir im Teil 2 unserer Frühlingsserie erklärt. Aber was ist mit Stoffsitzen? Sie verlangen auf jeden Fall noch mehr Sorgfalt – auch bei der Wahl der Mittel. Säurehaltige Substanzen können den Stoff angreifen und die Farbe verändern. Das gilt sowohl für Leder- als auch für Alcantara- oder eben auch für Stoffbezüge. Experten empfehlen, ein Mittel vorher dem großflächigen Einsatz an einer nicht sichtbaren, kleinen Stelle zu testen.

Das Schaumspray

Der Vorteil von Schaumsprays ist, dass sie sich ziemlich exakt auf die jeweilige Schmutzstelle auftragen lassen. Man sollte den Schaum aber nicht einreiben, er soll den Schmutz nur so lösen, dass er sich abwischen lässt. Der Grund: Schaumsprays sind chemische Substanzen – und die können nicht nur dem Polster, sondern auch die Haut reizen. Es ist auch möglich, dass sie allergische Reaktionen auslösen. Problematisch ist es, dass einige Mittel einen hohen pH-Wert mitbringen.

Hans Dampf auf allen Polstern

Der Dampfreiniger soll den Sitz ohne Chemiebeigabe säubern. Das funktioniert theoretisch auch. Nur bei Fettflecken klappt die Reinigung nicht ohne den Zusatz von synthetischen Mitteln. Außerdem muss man beim Umgang mit dem Dampfreiniger vorsichtig sein, denn die Nässe kann rasch ins Polster einziehen. Wer ein solches Gerät einsetzt, muss den Dampf vorsichtig dosieren und für Trocknung der Sitze sorgen.

Alles Essig? Warum nicht!

Essig kann wirklich helfen. Man gibt einfach ein paar Esslöffel davon in lauwarmes Wasser und tupft die Flüssigkeit mittels eines Schwamms auf die Schmutzstellen. Nach dem der Essig ein paar Minuten einwirken konnte, wischt man die behandelten Stellen mit einem saugfähigen, feuchten Tuch nach. Der Essig riecht natürlich säuerlich, aber er sorgt so auch dafür, dass fiese Düfte verschwinden.

Praktische Schaumschlägerei

Tatsächlich ist handelsüblicher Rasierschaum ein sehr preiswertes und praktisches Hausmittel zur Reinigung von Autositzen. Mit ihm lassen sich viele Flecken nachhaltig behandeln – speziell Wasser- und Fettflecken macht der Rasierschaum den Garaus. Man trägt ihn vorsichtig und punktuell auf, lässt ihn einwirken und entfernt das Ganze dann mit einem feuchten Tuch, etwa den Polsterreiniger-Tüchern, die bei Kupplung.de preiswert angeboten werden. Gut ist, dass der Schaum – etwa im Gegensatz zu Essig – keine irritierenden Gerüche hinterlässt. Der Schaum soll für verschiedene Arten von Flecken geeignet sein, zum Beispiel zum Entfernen von Wasser- und Fettflecken. Rasierschaum ist relativ günstig, lässt sich leicht auftragen und hinterlässt keinen störenden Geruch. Es kann sich also lohnen, das Hausmittel auszuprobieren.

Worauf man achten sollte

Man nehme keine scharfen Reiniger, am besten für Mensch und Stoff geeignet sind pH-neutrale Substanzen. Außerdem sollte man mit keinem Mittel reiben, sondern es vorsichtig auftragen oder auftupfen. Denn Reibung erzeugt zwar hier keine Wärme, sorgt aber dafür, dass der Schmutz einziehen kann. Auch mit dem Wasser soll man sparsam umgehen – und das nicht nur um unserer Umwelt zu schonen. Zuviel Wasser sorgt für muffig-faulige Gerüche und Schimmel.

Fazit:

Wer häufiger, mindestens aber zwei Mal im Jahr, die Autositze säubert, muss weniger Mittel einsetzen, schont Nerven und Geldbeutel. Natürlich kann man den Wageninnenraum auch vom Profi reinigen lassen – am besten aber zum Frühjahrsanfang und im Spätherbst. Im fünften Teil unserer losen Frühlingsserie stellen wir zehn luftig-blumige, zur Jahreszeit passende Songs vor.

 

Bildnachweis
  • BMW Presse
  • FCA Presse
  • Cleanextreme
  • Systemrasierer.de

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