Sicher Autofahren im Herbst

Manfred Prescher 1279 0
Wir kennen Tipps für die hitzigen Fahrten durch den Sommer, wir machen im Frühling schon das Fahrzeug fit für die warme Jahreszeit – und wir kümmern uns akribisch um den Winter. Denn der bringt bekanntlich etliche Gefahren mit sich. Aber was ist mit dem Herbst? Bunte Blätter allüberall… Der Rameder-Experte sagt, worauf man in der Übergangszeit achten muss.

Achtung! Schlechte Sicht!

Der Herbst bietet – und das durchaus auch mal von einem Moment auf den anderen – besondere Witterungsbedingungen: Nieselregen, Nebel oder auch die früh einsetzenden Abenddämmerung sorgen für schlechte Sichtverhältnisse. Vorsicht und besonnenes Fahren sind angebracht, denn auch feuchtes Laub kann zur unkontrollierten Rutschpartie führen. Was man nicht sieht, muss man einfach vorausahnen.

Achtung! Schmutz!

Klar, bei Schnee und Eis fährt man besonnen. Im Herbst neigt man eher dazu, zu flott unterwegs zu sein. Aber nasses Laub und glitschiges Erdreich können Schlaglöcher oder Steine verdecken – und bringen das Auto leicht einmal ins Schleudern. Außerdem verlängert sich der Bremsweg auf solchem Geläuf.

Achtung! Blattverstopfung!

Blätter können außerdem in den Belüftungsschacht vor der Frontscheibe fallen und das Fahrzeuggebläse verstopfen. Die Folge: Die Belüftung streikt oder funktioniert nicht richtig – und die Scheiben beschlagen. Man sollte daher regelmäßig die Blätter von der Karosserie entfernen.

Achtung! Es wird frostig!

In manchen Regionen, etwa in den Mittelgebirgen, im Allgäu oder den bayerischen Alpen gibt es häufig schon im Oktober den ersten Frost, ja auch Schneefälle sind möglich. Also ist es ratsam, sich auf Glätte einzustellen und – speziell in höheren Lagen – die Winterreifen frühzeitig aufzuziehen. Sie sorgen auch bei niedrigen Plus-Graden für mehr Sicherheit.

Achtung! Dunkelheit!

Das diffuse Licht im Herbst, die früh einsetzende Dämmerung oder auch der Nebel sorgen dafür, dass speziell in dieser Jahreszeit die Beleuchtung des Autos überlebenswichtig ist. Also sollten alle Scheinwerfer, Blinker und Nebellicht regelmäßig überprüft werden. Das Tagfahrlicht reicht bei schlechter Sicht nicht, es empfiehlt sich mit Abblendlicht unterwegs zu sein. Und nicht vergessen: Nebelleuchten dürfen erst ab einer Sichtweite von unter 50 Metern eingesetzt werden.

Achtung! Radfahrer!

In der Dämmerung und bei Nebel werden andere Verkehrsteilnehmer oft später erkannt oder gar zu einem plötzlich auftauchenden Hindernis. Das gilt speziell für Radfahrer und Fußgänger – weil diese oft auch nicht der Witterung gemäß gekleidet sind. Aber auch Autos mit fehlerhafter Beleuchtung können gefährlich werden. Darum ist es wichtig, das eigene Tempo der Witterung anzupassen.

Achtung! Wild!

Der Rehbock – und nicht nur er – ist auf Brautschau. Und dann ist er besonders unvorsichtig: Er überquert Straßen, die er sonst eher meiden würde. Um das Unfallrisiko zu senken – und auch den Tieren möglichst nicht zu schaden – ist Vorsicht geboten. Die Warnschilder zum Wildwchsel an den Straßen sollte man ernst nehmen.

Achtung! Wind!

Der Herbst bringt nicht nur Regen und Nebel mit, sondern auch viel Wind und Sturm. Es ist daher besonders ratsam, mit Böen zu rechnen. Besonders auf Brücken, an Schneisen und freien Flächen „schlägt“ der Wind zu. Darum lässt man stets beide Hände am Lenkrad und fährt nicht zu schnell. Außerdem sollte man das Auto nicht unter Bäumen parken. Vom Sturm geplagte Bäume verlieren auch dicke Äste…

Fazit:

Der Herbst ist eine wundervolle Jahreszeit – und eine Herausforderung für Autofahrer. Wer aber vorsichtig und besonnen ist, auf den Zustand des Fahrzeugs achtet und die Witterung im Blick hat, kommt gut ans Ziel.

 

Bildnachweis
  • Dekra
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