Umzug mit dem Anhänger – Tipps vom Fachmann

Manfred Prescher 776 2
Wer ein Auto mit Anhängerkupplung besitzt, kann Vieles machen. Aber ist es auch sinnvoll, einen Umzug „am Haken“ zu transportieren? Das Rameder-Team meint „vielleicht“.

Alle Möglichkeiten – was ist sinnvoll?

Generell können moderne Autos reichlich wegziehen – ein Amarok oder ein Touareg dürfen zum Beispiel 3.500 Kilogramm zusätzlich transportieren, wenn der Anhänger über eine eigene Bremse verfügt. Beim Golf VII und den Kontrahenten seiner Klasse sind es immerhin noch 1,6 Tonnen. Was das jeweilige Fahrzeug „an den Haken“ nehmen darf, erklärt der Fahrzeugschein. Aber wann ist es sinnvoll, den Umzug mit dem eigenen PKW zu meistern? Generell lohnt erst mal ein Preisvergleich. Denn einen Transporter zu leihen, kann günstig sein – wenn man ihn rechtzeitig bucht: Wer am Wochenende umzieht, profitiert von günstigen Wochenendangeboten der Verleiher. Auch Anhänger lassen sich bei vorausschauender Planung sehr preiswert mieten. Allerdings muss man ihn meist auch wieder dort abgeben, wo man ihn abgeholt hat. Übrigens: Einige Autovermieter, etwa Europcar, bieten auch Fahrzeuge mit AHK an.

Der Umzug, speziell mit dem eigenen Anhänger, lohnt, wenn zum Beispiel der Nachwuchs in die Studentenbude einzieht – oder wenn man am Arbeitsort eine Wochentagsunterkunft nutzen muss. Je größer der Umzug, desto mehr Platz braucht man beim Transport. Wer besonders viele wertvolle oder zerbrechliche Gegenstände umziehen muss, sollte sich überlegen, ob er ein professionelles Umzugsunternehmen ranlässt. Denn dann sind Fernseher, die Gemäldesammlung oder auch der teure Glastisch versichert.

Anhänger mieten: Die Nutzlast beachten

Viele Firmen vermieten Anhänger jeder Größe und Art – also auch welche, die für den kleinen oder mittelgroßen Umzug geeignet sind. Beim Mieten muss man zum einen beachten, wie viel das eigene Fahrzeug ziehen darf – zum anderen aber auch die Nutzlast des Anhängers. Anhänger mit 750 Kilogramm Gesamtgewicht befördern rund 500 kg Nutzlast, Anhänger mit 1000 Kilogramm Gesamtgewicht können etwa 600 Kilogramm Nutzlast transportieren. Ein Anhänger mit einem Gesamtgewicht von 1300 Kilogramm darf fast eine Tonne, genauer gesagt 950 kg Nutzlast schleppen.

Ein Audi A3 darf, je nach Motorisierung, zwischen 1500 und 1800 Kilo ziehen

Den Anhänger beladen

Welchen Anhänger soll man für den Umzug mieten? Man entscheidet sich am besten für ein geschlossenes Modell – oder für eines, dessen Laderaum mit einer Plane abgedeckt und gesichert werden kann. Das schützt die Ladung vor Wettereinflüssen und Fahrtwind. Außerdem sollte die gesamte Ladung richtig gesichert werden. Hierfür sind unter anderem Spanngurte sinnvoll, denn damit lassen sich auch größere Möbelstücke oder die Waschmaschine sichern. Schwere und sperrige Gegenstände sollte man mit mindestens zwei Gurten „überkreuz“ fixieren. Dazu befinden sich bei fast allen gängigen Anhängermodellen Ösen in den Seitenwänden.

Auch für Dinge, die in der Scheune gelagert wurden: Ein Mercedes CLS hat genug Kraft

Fazit

Egal, ob mit Kleinlaster oder Anhänger – wer umzieht, sollte vorher alles sicher verpacken und schon mal festlegen, wie er den vorhandenen Stauraum bestmöglich nutzen kann. Anhänger mit geradem Aufbau sind besser geeignet als zum Beispiel Pferdetrailer. Aber der Gesetzgeber setzt keine Grenzen. Wer will, kann also auch den eigenen Pferdeanhänger beim Umzug verwenden. Das Beladen und Sichern der Ladung wird dann allerdings etwas komplizierter.

Bildnachweis
  • Mini Club

Kommentare zu "Umzug mit dem Anhänger – Tipps vom Fachmann"

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Jana L.

Schauen Sie sich mal die Angebote bei www.lkwvermietung.de an und vergleichen Sie sie bitte mal mit den Angeboten von Europcar.de. Sie werden staunen. Vor allem sind die Preis und Leistungsunterschiede enorm.

Manfred Prescher
Manfred Prescher

Hallo Jana L.

das stimmt - Preise und Angebote zu vergleichen (auch zwischen den Systemen) lohnt auf jeden Fall.

liebe Grüße

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