Montagepoint Hamburg – Tipps für die Wartezeit

Manfred Prescher 2001 0
Wer sich im Montagepoint eine Anhängerkupplung einbauen lässt, wartet nicht wirklich lange. Aber ein wenig Zeit braucht gründliche Arbeit nun mal schon. Das Rameder-Team gibt deshalb Tipps, wie man das Warten sinnvoll veredeln kann. Dieses Mal am Beispiel des Montagepoints Hamburg.
Norderstedt – Klinkerstadt direkt bei Hamburg

Wo findet man den Montagepoint Hamburg?

Der Montagepoint Hamburg liegt unmittelbar vor den Toren der Freien und Hansestadt Hamburg – gehört aber zu Schleswig-Holstein: Man findet die Rameder-Fachwerkstatt in Norderstedt, der immerhin fünftgrößten Gemeinde im nördlichsten deutschen Bundesland. Weil Norderstedt direkt an diverse Hamburger Viertel, etwa Poppenbüttel, Niendorf oder Langehorn, grenzt, ist es kein Wunder, dass der ruhmreiche HSV hier sein Nachwuchsleistungszentrum errichtet hat. Denn die Millionenstadt ist mit der U-Bahn bestens zu erreichen. In kurzer Zeit kommt man mit der U1 zum Jungfernstieg, zum Hauptbahnhof oder nach Wandsbek. Wer will, kann aber auch schon bei der Terminvereinbarung ein kleines Auto dazubuchen. Denn auch Nord- und Ostsee sind in der Nähe. Überhaupt liegt Norderstedt günstig: Nach Lübeck, Itzehoe und Neumünster sind es jeweils knapp 60 Kilometer, Buxtehude und Elmshorn sind noch etwas näher dran am Montagepoint. Auch das niedersächsische Lüneburg ist nur rund 80 Kilometer von der Werkstatt entfernt.

Beeindruckend und einmalig – die Speicherstadt

Die zwischen 1883 und 1927 in drei Stufen erbaute Speicherstadt im Hamburger Hafen ist der größte Lagerhauskomplex in Europa. Das beeindruckende Areal ist zusammen mit dem Kontorhausviertel und dem Chilehaus zurecht UNESCO Welterbe: Schon, weil die neugotische Backsteingebäude auf abertausenden Eichenpfählen stehen. Sie haben die ursprüngliche Nutzung größtenteils hinter sich gelassen. Mittlerweile bietet die Architektur den würdigen Rahmen für modernes Leben und verschiedene „Attraktionen“, etwa die Geschichts-Geisterbahn „Hamburg Dungeon“, die größte Modelleisenbahnanlage der Welt, das Gewürzmuseum oder das Speicherstadtmuseum. Einen Besuch wert ist auch das in den frühen 1920er Jahren nach Plänen von Fritz Höger erbaute „Chilehaus“. Das Baumonument steht wie ein verklinkerter Ozeanriese hart im Wind. Seinen Namen verdankt es dem Erstbesitzer. Denn der hatte mit Salpeter aus chilenischen Minen ein Vermögen gemacht. Bevor man sich die Speicherstadt anschaut, lohnt ein Blick in dessen spannende Geschichte.

Elbgold: Beste Bohnen, fair geerntet, lecker serviert

Annika Taschinski und Thomas Kliefoth sind Kaffeegenießer – und das brachte sie auf eine Idee. Sie wollten die besten Bohnen aus Kenia, Honduras oder Äthiopien. Für ihre Arbeit sollten – und werden – die Bauern fair bezahlt. Denn nur so können die Menschen vor Ort überleben und nachhaltige Landwirtschaft betreiben. Deshalb gründeten Taschinski und Kliefoth Elbgold und aus diesem Grund halten sie immer noch Kontakt zu den Erzeugern. Die Beiden wählen selbst aus, welche Kaffeesorten an die Kunden des Shops und die Besucher der drei Rösterei-Cafés im Stadtgebiet von Hamburg verkauft oder ausgeschenkt werden. Zum Zurücklehnen, innehalten und Genießen empfehlen wir das Lokal im Schanzenviertel. Man sitzt, plauscht und schaut zu, wie die Rösterei arbeitet. Direkt neben dem Café befindet sich übrigens die neue „Bullerei“ von Tim Mälzer.

Fußball und Tennis, HSV und St. Pauli

Spötter behaupten immer wieder gern, der Hamburger SV sei nur ein Tennisclub mit angeschlossener Fußballabteilung. Aber das ist natürlich Quatsch. Denn der HSV, der Uwe Seeler berühmt machte und bei dem unter anderem Felix Magath, Kevin Keegan, Horst Hrubesch, Willi Schulz, oder Manfred „Bananenflanke“ Kaltz kickten, gehört zu den großen deutschen Clubs – sieben deutsche Meisterschaften und je einmal Europapokalsieger bei den Landesmeistern und den Pokalsieger inklusive. Am besten gönnt man sich eine Führung durch das Volksparkstadion und das HSV-Museum. Ach ja: Tennis wird beim Gründungsmitglied der Fußballbundesliga tatsächlich auch gespielt. Obwohl der „weiße Sport“ und Hamburg eher durch das seit 1892 stattfindende Turnier am Rothenbaum bekannt ist. Karten für die „European Open“ der ATP sind heiß begehrt. Doch zurück zum Fußball: Hamburg ist Heimat vieler Traditionsvereine, etwa von Altona 93 oder SV Barmbek-Uhlenhorst. Aber überregional sind mittlerweile nur noch der HSV und der „Kiezclub“ FC St. Pauli erfolgreich. Letzteren muss man in seinem Wohnzimmer, dem „Millerntor-Stadion“ erleben. Mit etwas Glück trifft man auf Ewald Lienen, der Spannendes von Nachhaltigkeit im Fußball erzählt.

Die beste Pizza? Gut möglich

Das Haus in der Lincolnstraße ist zwar unscheinbar, dafür sind die Pizzas legendär. Denn was das bunte Team des nach einer Kinder-Hörspielreihe benannten Lokals „Pizza-Bande“ da zaubert, wird nicht nur unweit der Reeperbahn und auf St. Pauli verehrt. Laut einer Umfrage sind die Teigkreationen der Bande sogar die besten in ganz Deutschland. Ob das stimmt, lässt sich natürlich nicht herausfinden. Fakt ist aber, dass das, was auf den Tisch kommt, unfassbar lecker ist – egal, ob man Wurst und Käse als Belag schätzt oder lieber vegetarisch beziehungsweise vegan isst. Man probiere einfach die Pizza Assatashakur oder die Pizza Marinaginesta. Oder man stellt selbst etwas zusammen, etwa mit Seitan-Gyros, Büffelmozzarella oder „veganem Späck“ als Belag.

Strom kommt eben nicht nur aus der Steckdose – das Electrum

In Wandsbek, genauer: in der Schlossstraße, findet man ein besonderes Museum: Das Electrum beschäftigt sich mit Elektrizität – und das aus historisch gutem Grund. Denn immerhin wurde an der Kirche St. Jacobi bereits 1769 der erste Blitzableiter Deutschlands montiert. Dass sich seinerzeit viele Hamburger vehement gegen das neuartige „Teufelswerk“ wehrten, ist fast schon wieder modern. Im Museum zeigt man, wie sich die Menschen an den Stromfluss gewöhnten und welche Innovationen die Elektrität zur Folge hatte. Die Sammlungen an Haushaltsgeräten, Radios oder Fernsehapparaten ist absolut sehenswert. Aber Elektrizität erleichtert nicht nur den Alltag oder sorgt für immer neue Möglichkeit der Mediennutzung. Es hilft auch, Leben zu retten. So ist eines der besonderen Stücke im Electrum eine Replik des ersten Herzschrittmachers von 1958.  

Fazit: Für Hamburg braucht man Zeit

Die Tipps in diesem Beitrag kann man beliebig erweitern oder ergänzen, weil die Hansestadt so groß und vielfältig ist. Für den frühen Abend empfehlen wir aber einen Spaziergang an der Außenalster und den Alsterkanälen. Man findet eine Oase in der Metropole – oder hier kommen große weite Welt und intime Heimeligkeit zusammen.

Bildnachweis
  • Karsten Bergmann/Pixabay
  • Stadt Norderstedt
  • Stefan Müller/Flickr
  • Chilehaus
  • Elbgold
  • Hamburger SV Presse
  • FC St. Pauli Presse
  • AltSylt Wikipedia
  • Pizza-Bande
  • Museum Electrum
  • Ollie August/Pixabay
  • Lioba Belage/Pixabay

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