Mit Kindern entspannter reisen

Manfred Prescher 2044 0
„Sind wir schon da?“, „Mir ist langweilig?“, „Ich hab Durst?“ – je länger eine Autoreise mit dem Nachwuchs dauert, desto mehr häufen sich die Fragen der Kinder. Und desto mehr zerren diese am Nervenkostüm der Erwachsenen. Mit den Tipps der Experten von Rameder kommen Familien auf jeden Fall entspannter ans Ziel.

Nicht fahren, wenn alle fahren

Wenn es irgendwie möglich ist, sollte man den Ferienbeginn als Starttermin der Urlaubsreise vermeiden – speziell Eltern von Babys und Kindergartenkindern können den Urlaub eher flexibel planen. Denn außerhalb der Schulferien ist weniger mit langen Staus zu rechnen. Außerdem ist der Urlaub insgesamt günstiger. Eltern von Schulkindern sollten nicht am Wochenende, sondern eher unter der Woche losfahren.

Nicht zu weit fahren

Der ADAC rät, keine Strecken von mehr als 500 Kilometern zu fahren – und auch diese mit ausreichend Pausen. Bei den Unterbrechungen sollte man auch den Bewegungsdrang der Kids berücksichtigen. Aber nicht nur Kinder müssen sich austoben, auch die Eltern sollten sich die Beine vertreten oder ein paar leichte Fitness-Übungen machen!

Die innere Uhr der Kinder beachten

Wann sind die Kids besonders munter? Diese Zeit ist die beste für die Pausen. Viele Kinder sind Abends müde, deshalb ist es sinnvoll zu dieser Zeit loszufahren. Außerdem ist des Nächtens wesentlich seltener mit Staus zu rechnen. Auch für Fahrten bei Nacht sind Pausen, zum Beispiel für einen Imbiss, wichtig. Es sei denn natürlich, die Kinder schlafen tief und fest. Tatsächlich empfiehlt sich, am frühen Abend loszufahren, denn da sind die Kinder müde und in der Nacht sind die Straßen eher frei.

Schutz und Sicherheit stehen immer an erster Stelle

Da mag der Nachwuchs noch so mosern – Kindersitz und Sicherheitsgurt sind unerlässlich. Während der Fahrt sollte man immer wieder mal überprüfen, ob der Gurt sitzt oder der Sitz verrutscht ist. Auf weiche Kuschelkissen muss man aus Sicherheitsgründen verzichten. Wichtig ist auch, dass das Reisegepäck so verstaut ist, dass es im Falle einer Vollbremsung nicht verrutschen und die Insassen gefährden kann.

Schutz vor Hitze

Besonders im Sommer wird es im Auto schnell warm und im Stau überhitzen die Gemüter daher rasch. Sinnvoll ist es darum auf jeden Fall, am Abend oder in der Nacht zu fahren, denn dann sind die Temperaturen niedriger und die Autoschlangen seltener. Lässt sich eine Fahrt bei warmem Wetter nicht vermeiden, sollten Kinder vor der Sonne geschützt werden. Den besten Schutz bieten Sonnenblenden und Folie. Diese ist aber nur an den hinteren Scheiben zugelassen. Vorsichtshalber sollte man die Kinder mit Sonnencreme „vorbehandeln.“

Wenn doch mal was passiert…

Natürlich ist alles perfekt im Kofferraum verstaut, doch dann wird dem Kind schlecht. Damit man nicht alles wieder aus dem Auto herausziehen und dann wieder einräumen muss, sollte man ein Notfallköfferchen mit Ersatzwäsche, Windeln oder auch wichtigen Medikamenten griffbereit haben.

Das Essen nicht vergessen

Am besten plant man eine Picknickpause mit ein, denn die Kinder lieben das – und sie kommen zur Ruhe. Belegte Brote, Gemüse, Obst, Eier und vielleicht ein „Leckerli“ stillen den Hunger und beruhigen. Wichtig ist es, dass man genügend Proviant für etwaige Staus einplant. Auch genügend Getränke müssen an Bord.

Gute Unterhaltung sorgt für Ruhe

Da sind sie wieder, die Fragen: „Sind wir schon da?“, „Mir ist langweilig?“. Wer nicht gerade ein London-Taxi oder einen Mercedes 600 Pullmann mit schalldichter Trennwand fährt, erfährt während der Fahrt, dass sein Stresspegel mit der steigenden Unruhe der Kinder ebenfalls steigt. Deshalb muss man immer genügend altersgerechte CDs, Malbücher, Comics, Kinderbücher oder einen Nintendo dabei haben. Entertainmentsysteme in den Kopfstützen der Vordersitze hat zwar nicht jeder, sie sind aber hilfreich. Damit können dann „Bibi und Tina“, „Der kleine Ritter Trenk“ oder auch „Baymax“ für Ruhe sorgen. Bei Jugendlichen helfen dann Darth Vader oder Harry Potter, Kinder hören gern CDs oder können sich auch mit Malbüchern beschäftigen. Eine tolle Idee sind da spezielle Autotische für Kindersitze. Für allgemein gute Laune kann übrigens auch ein Navi sorgen – die meisten Anbieter bieten kostenlos witzige Stimmen an, etwa von Pumuckl oder Darth Vader, Harry Potter oder Zeki Müller.

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