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Anhängerkupplung nachrüsten Kosten: Unser Ratgeber bietet eine Übersicht über die Möglichkeiten, deren Kosten & Preis-Infos zum sparen

Für fast alle Fahrzeuge, bei denen eine Anhängerkupplung nicht zur serienmäßigen Ausstattung gehört, gibt es passende Nachrüstlösungen. Dabei sind für die meisten Fahrzeuge drei verschiedene Modelle erhältlich: starre Anhängerkupplungen, abnehmbare Anhängerkupplungen und schwenkbare Anhängerkupplungen. Die Kosten variieren je nach AHK-Modell, Fahrzeugmodell und Montage. In diesem Ratgeber sind alle wichtigen Informationen zum Nachrüsten der Anhängerkupplung und die anfallenden Kosten zu finden.

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Zusammenfassung der Kosten beim Anhängerkupplung nachrüsten:

  • Kosten für die Nachrüstung einer Anhängerkupplung = Montagekosten + Anhängerkupplung + Elektrosatz
  • Montagekosten: zwischen 250 und 600 Euro.
  • Kosten Elektrosatz: zwischen 50 und 100 Euro.
  • Kosten Anhängerkupplung: Starr ca. 150 Euro, abnehmbar ca. 300 Euro, Schwenkbar ca. 450 Euro.
  • Insgesamt: 450-1150 Euro
  • An die meisten Automodelle können alle drei Anhängerkupplungen angebaut werden. Es gibt aber auch einige Ausnahmen
Beispiel:

Die meistverkaufte Anhängerkupplung ist eine abnehmbare AHK vom Hersteller Westfalia. Diese ist für fast alle Fahrzeugmodelle verfügbar. Sie kostet je nach Fahrzeugmodell zwischen 300 und 600 Euro inklusive Elektrosatz. Hinzu kommen dann noch die Montagekosten von ca. 350€. Die Preise sind inkl. Mehrwertsteuer.

Die größten Kosten-Fehler beim Anhängerkupplung nachrüsten

So vermeiden Sie die größten Kosten-Fehler beim Nachrüsten einer Anhängerkupplung:

Ratgeber: Anhängerkupplung nachrüsten Kosten

In unserem Ratgeber haben wir alle wichtigen Informationen zu den Kosten beim Nachrüsten der Anhängerkupplung zusammengetragen. Finden Sie heraus, wie Sie am besten Kosten sparen können und trotzdem eine verkehrssichere Anhängerkupplung nachrüsten.

Inhaltsverzeichnis

Was sind die Unterschiede zwischen den Anhängerkupplungen?

Die Anhängerkupplung heißt Fachsprachlich eigentlich Anhängekupplung. Außerdem gibt es sie in drei verschiedenen Varianten. Wir zeigen die Unterschiede auf:

  1. Starre Anhängerkupplung
  2. Diese Variante der Anhängerkupplung verbleibt fest montiert am Auto und ist nicht abnehmbar. Die Kosten für eine Starre Anhängerkupplung betragen mindestens 100€. Sie ist geeignet für den ständigen Einsatz, also zum Beispiel für Vielfahrer oder Unternehmen, die mit ihren Fahrzeugen häufig Anhänger ziehen müssen. Die Kugelstange mit dem zugehörigen Kugelkopf wird dabei an den Querträger des Fahrzeugs angebracht. Bei diesen Kupplungen ist die Kugelstange entweder angeschraubt oder angeschweißt. Besonders schwere Lasten können mit Flansch-Anhängerkupplungen gezogen werden. Vorteile der starren Anhängerkupplung sind, dass sie sofort Einsatzbereit ist und dass die Montage günstiger ist als bei abnehmbaren oder schwenkbaren Modellen. Ein Nachteil ist, dass eine starre Anhängerkupplung nicht bei allen Fahrzeugen nachgerüstet werden kann. Wenn das Nummernschild durch die starre Anhängerkupplung verdeckt wird, ist eine Nachrüstung nicht möglich.

  3. Abnehmbare Anhängerkupplung
  4. Wie der Name schon sagt ist diese Anhängekupplung abnehmbar und nicht dauerhaft am Fahrzeug montiert. Eine abnehmbare Anhängerkupplung kostet mindestens 250€. Sie eignet sich für die gelegentliche Nutzung, z.B. um bei Bedarf einen Fahrradträger zu montieren oder einen Wohnwagen zu ziehen. Fahrzeuge, bei denen die Anhängekupplung das Fahrzeugkennzeichen verdeckt, benötigen eine abnehmbare Anhängerkupplung. Wenn nichts am Fahrzeug angehängt ist, muss die Kupplung abgenommen werden, denn nach § 10 Abs. 2 FZO(Fahrzeugzulassungsverordnung) dürfen Kennzeichenschilder nicht verdeckt sein. Generell sollte man die Kupplung abhängen, wenn man sie nicht nutzt, denn sie kann bei einem Auffahrunfall für Probleme sorgen: Wenn der Auffahrende belegen kann, dass der Unfall ohne die Kupplung nicht passiert wäre, kann das zu einer Mitschuld führen, sagt die Allianz. Wenn man die Kupplung im Kofferraum verstaut, stört sie nicht beim Rangieren und man hat sie jederzeit griffbereit. Abnehmbare Anhängerkupplungen gibt es in den drei Varianten horizontal, vertikal und diagonal abnehmbar.

    Bei der horizontal abnehmbaren Anhängerkupplung wird der Kugelkopf horizontal (also von hinten) in das Aufnahmerohr eingeführt. Bei dieser Variante ist das Aufnahmerohr bei abmontierter Kupplung unter der Stoßstange sichtbar, ohne dass man sich bücken muss. Dadurch ist die Montage, das Verriegeln und das Ablösen der AHK einfacher und zugänglicher.

    Dadurch unterscheidet sich die vertikal abnehmbare Anhängerkupplung, bei der der Kugelkopf vertikal (also von unten) in das Aufnahmerohr eingeführt wird. Das Aufnahmerohr ist bei abmontierter Kupplung nicht unter der Stoßstange sichtbar. Wenn die Optik des Fahrzeugs ohne Anhängerkupplung erhalten werden soll und die Aufnahme nicht sichtbar sein soll, ist diese Variante die richtige. Allerdings muss man sich bei diesem System zum Verriegeln und Ablösen hinknien.

    Bei der diagonal abnehmbaren Anhängekupplung kommt es auf den Fahrzeugtyp an, ob das Aufnahmerohr unter der Stoßstange sichtbar ist, oder nicht. Auch die Zugänglichkeit unterscheidet sich je nach Fahrzeug.

  5. Schwenkbare Anhängerkupplung
  6. Die schwenkbare Anhängerkupplung ist permanent am Fahrzeug montiert, lässt sich aber manuell unter die Stoßstange drehen. Dadurch ist sie jederzeit sofort einsetzbar und beinahe unsichtbar. Es gibt Varianten, die elektronisch aus dem Innenraum des Fahrzeugs heraus bedient werden können. Die schwenkbare Anhängerkupplung ist das Luxus-Modell der drei Varianten an Anhängerkupplungen und dementsprechend auch teurer bei den Materialkosten und bei der Montage. Schwenkbare Anhängerkupplungen kosten mindestens 500€. Sie sind Außerdem nicht für alle Fahrzeugtypen erhältlich. Am besten bewährt haben sich Anhängerkupplungen, die direkt vom Fahrzeughersteller verkauft werden. Schwenkbare Anhängekupplungen sollten vom Fachmann eingebaut werden und anschließend geprüft und eingetragen werden.

Wie viel kostet es, die abnehmbare AHK mit Schloss gegen Diebstahl zu sichern?

Die meisten abnehmbaren Anhängerkupplungen von Markenherstellern wie Westfalia, Brink, AUTO-HAK, GDW oder Oris haben schon serienmäßig ein Schloss gegen Diebstahl eingebaut. Mitgeliefert werden meist zwei Schlüssel, falls einer verloren geht. Um die Schlüssel im Falle eines Totalverlusts nachmachen lassen zu können, sollten Sie sich die Schlüsselnummer notieren. Diese ist meist in den Schlüssel eingraviert. Bei abnehmbaren Anhängerkupplungen ohne Schloss, ist die Nachrüstung eines Schlosses meist nicht vorgesehen und benötigt eine Spezialanfertigung. In diesem Fall sollten Sie sich bei Bedarf eine AHK mit eingebautem Schloss kaufen. Die AHK bei Nichtbenutzung abzunehmen und z.B. im Kofferraum zu lagern, ist ohnehin empfohlen.

Welche Kosten sind mit dem Nachrüsten verbunden?

Wenn Sie eine Anhängerkupplung nachrüsten lassen, entstehen natürlich Kosten. Wenn Sie aber ein paar Punkte beachten, können Sie vermeidbare Kosten umgehen und sich dadurch viel Geld bei der Nachrüstung sparen. Hier finden Sie in einer Übersicht alle Kosten, die beim Nachrüsten entstehen können:

Materialkosten (unvermeidbar)

Montagekosten (teilweise vermeidbar)

Zusätzliche Kosten (sollten vermieden werden)

Wie hoch sind die Material-Kosten für die Anhängerkupplung?

Die Materialkosten für die Kupplung hängen davon ab, ob die Anhängerkupplung starr, abnehmbar oder schwenkbar ist. Die genauen Unterschiede finden Sie im Kapitel „Was sind die Unterschiede zwischen den Anhängerkupplungen?“

Starre Anhängerkupplungen, z.B. für Mercedes A-Klasse, Peugeot 208, VW Polo, BMW X1 oder VW T4 kosten 150€ -200€. Abnehmbare Anhängerkupplungen, z.B. für Seat Leon, VW Golf, Audi A3, Skoda Rapid oder VW Touran kosten 200-400€, für teurere Fahrzeugklassen wie BMW X5 oder Mercedes GLK-Klasse ab 400-500€. Schwenkbare Kupplungen, z.B. für Mercedes E-Klasse, Audi A4, BMW 3er oder VW Tiguan kosten 500-700€. Diese Preise gelten für Hersteller in Erstausrüsterqualität (z.B. Westfalia, Brink, AUTO-HAK, GDW oder Oris).

Wie hoch sind die Material-Kosten für den Elektrosatz?

Der E-Satz ist notwendig, um den Anhänger mit der Bordelektronik des Fahrzeugs zu verbinden. Moderne Anhänger, Wohnwagen und auch Autos sind meist mit 13-poligen Steckverbindungen ausgestattet. Bei älteren Fahrzeugen und Anhängern und wenigen aktuellen Modellen kommen auch 7-polige Verbindungen zum Einsatz. Die Preise für Elektrosätze sind sehr stark vom Fahrzeugtyp abhängig. Hier sind einige Beispiele für Kosten von 13-poligen Elektrosätzen: VW Caddy 60-70€, Skoda Fabia 100-110€, Audi A3 130-140€, VW Touran 160-170€. Beispiele für Kosten von 7-poligen Elektrosätzen: Audio A8 200€, Seat Leon 150-160€, BMW 5er 140-150€, Citroen C3 120-130€, Audi A7 100-110€. Wenn die Steckverbindung des Anhängers und des Fahrzeugs nicht zusammenpasst, können Sie sich mit einem Adapter behelfen. Kurzadapter kosten 5-10€, Adapter mit Kabelverlängerung kosten 10-20€.

Wie hoch sind die Kosten für die Montage der Anhängerkupplung im Festpreis?

Es lohnt sich in den meisten Fällen, die Montage zu einem Festpreis zu buchen. Der Festpreis für die Montage inklusive Installation des Elektrosatzes beträgt je nach Bauart dann zwischen 300€ und 500€. Die Kosten für die Montage unterscheiden sich je nach Art der Anhängerkupplung und nach Fahrzeugmodell. Wenn Sie keinen Festpreis buchen, ist der Stundenlohn der KFZ-Mechaniker variabel. Die Montage der Anhängerkupplung am Fahrzeug dauert durchschnittlich zwei bis drei Stunden. Dazu kommen noch zwei bis drei Arbeitsstunden für die Elektroinstallation, in denen alle Kabel gelegt werden und die Steckdose neben der Kupplung installiert wird. Bei 13-poligen Elektrosätzen kann es auch noch länger dauern. Nimmt man einen durchschnittlichen Stundensatz eines KFZ-Mechanikers von 150€ inkl. MwSt., ergeben sich Kosten von 600-900€. Wenn bei der Montage etwas länger dauert, kann es auch teurer werden.

Wie hoch sind die Kosten für die Freischaltung der Anhängerkupplung?

Bei modernen Fahrzeugen muss die nachgerüstete Anhängerkupplung im Bordcomputer des Fahrzeugs freigeschaltet werden. Dies kann nur durch Fachpersonal, entweder in Vertragswerkstätten oder speziellen Montagepoints durchgeführt werden. Wenn Sie die Anhängerkupplung in derselben Werkstatt montieren lassen, kostet die Freischaltung der Anhängerkupplung ca. 70€.

Wie hoch sind die Kosten für die Änderungsabnahme beim TÜV?

Die Kosten für eine Änderungsabnahme bei einer Prüfstelle betragen 30€ - 50€. Das gilt aber nur für Anhängerkupplungen mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE). Falls Sie eine Anhängerkupplung ohne Allgemeine Betriebserlaubnis und ohne Teilegutachten eintragen lassen wollen (z.B. gebrauchte Anhängerkupplung, älteres Modell ohne Papiere), muss die Prüfstelle unter Umständen aufwendige Belastungstests durchführen und die dadurch notwendige Einzelabnahme kostet dann häufig mehr als 500€. Diese Kosten sind vermeidbar, denn laut Kraftfahrt-Bundesamt und TÜV sind Anhängerkupplungen mit einem europäischen Prüfzeichen nicht Abnahmepflichtig. Die Verordnung 94/20/EG besagt, das Fahrzeuge mit einer EU-Betriebserlaubnis keiner Anbauprüfung nach §19.3 bedürfen, wenn die anzubauende Anhängerkupplung ebenfalls mit einem „e-Prüfzeichen“ versehen ist. Die Anhängerkupplung darf die Werte des Fahrzeugscheins nicht unterschreiten.

Woran erkenne ich, ob meine Anhängerkupplung eine EU-Zulassung hat?

Ob die Anhängerkupplung eine gültige EU-Zulassung besitzt, erkennen Sie an dem E-Prüfzeichen. Dieses ist entweder mit einem Typenschild an der Kupplung befestigt oder direkt ins Metall eingestanzt. Das E-Prüfzeichen besteht aus einem Kreis, in dem z.B. „e 1 . 00-2345“ steht. Weitere Details zum Aufbau des E-Prüfzeichens sind in § 21a StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) geregelt.

Kann ich meine Anhängerkupplung selbst einbauen?

Natürlich ist es auch möglich, dass Sie die Montage der Kupplung selbst durchführen. Dadurch sparen Sie sich die Kosten für die Werkstatt. Es setzt aber einiges an handwerklichem Geschick voraus, denn je nach Automodell müssen Sie Teile der Heckverkleidung und der Heckstoßstange demontieren. Teilweise muss die Heckverkleidung eingeschnitten werden, um Platz für die Kupplung zu schaffen. Anschließend muss der Elektrosatz verkabelt werden, sodass die Beleuchtung des Anhängers zuverlässig funktioniert. Bei allen Arbeitsschritten sollten Sie sich streng an die Herstellerangaben und an die Montageangaben des jeweiligen Kupplungstyps halten. Sie sollten insgesamt mit ungefähr 5-6 Stunden Arbeitsaufwand rechnen. Wenn Sie Ihre Anhängerkupplung selbst kaufen und montieren möchten, beachten Sie bitte die folgenden Punkte:

  • Beachten Sie die Maximale Anhängelast ihres Fahrzeugs. Diese ist in den Fahrzeugpapieren, also Zulassungsbescheinigung 1 und 2 (Feld O.1 für gebremste und O.2 für ungebremste Anhänger) oder in den CoC-Papieren zu finden. Eine Tabellenübersicht für einige Fahrzeuge finden Sie hier. Wenn in diesen Feldern keine Zahlen stehen, ist eine Nachrüstung nicht möglich, da durch den Hersteller keine Freigabe erfolgt ist
  • Kaufen Sie eine Anhängerkupplung mit EU-Prüfzeichen.
  • In unserem Online-Tool können Sie einfach ihren Fahrzeugtyp angeben oder die HSN- und TSN-Nummer angeben und die passenden Modelle finden.

Wenn Sie ihre AHK selbst montiert haben, empfehlen wir Ihnen eine Änderungsabnahme bei einer Prüfstelle durchführen zu lassen. Diese kostet zwischen 30 und 40 Euro. Mit der Abnahme beim TÜV können Sie sicher gehen, dass die Kupplung fachgerecht installiert wurde, dadurch verkehrssicher ist und den Belastungen beim Einsatz standhält.

Bei manchen Fahrzeugtypen ist die Selbst-Montage allerdings nicht komplett möglich, da das Steuergerät des Autos umprogrammiert werden muss oder die Anhängerkupplung anhand der Fahrzeugcodierung freigeschaltet werden muss. In diesem Fall müssen Sie sich an eine Vertragswerkstatt oder an einen geeigneten Montagepoint wenden.

Brauche ich Verstärkungsfedern und wie viel kostet der Einbau?

Verstärkungsfedern können die serienmäßige Federung des Fahrzeugs bei sehr schweren Anhängern unterstützen und dadurch die Fahreigenschaften verbessern. Sie sind aber nicht verpflichtet Verstärkungsfedern einbauen zu lassen. Die Zusatzfedern kosten 100€ - 200€, die Montage dauert ca. eine Stunde. Der durchschnittliche Stundensatz einer Kfz-Werkstatt liegt bei 150€. Zusätzlich muss der Einbau der Zusatzfedern bei einer Prüfstelle abgenommen und in die Papiere eingetragen lassen, was ca. 150€ kostet. Kontrollieren Sie nach dem Einbau der Zusatzfedern den Neigungswinkel ihres Abblendlichts, da das Fahrzeug hinten höher stehen kann.

Anhänger mit Führerschein B, wie viel darf ich ziehen?

Mit dem Führerschein B dürfen Sie Anhänger bis 750 kg zulässiger Gesamtmasse ziehen. Wie schwer der Anhänger beladen werden darf, finden Sie auf dem Typenschild des Anhängers und nach der Anmeldung des Anhängers bei einer Prüfstelle in ihrem Fahrzeugschein. Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse über 750 kg dürfen mit einem Führerschein Klasse B nur gezogen werden, wenn die Summe der Gesamtmasse von Zugfahrzeug und Anhänger 3500 kg nicht übersteigt. Mit einem großen Wohnwagen ist diese Grenze schnell erreicht.

Was kostet ein Anhänger Führerschein B96?

Die Erweiterung des Führerscheins Klasse B zu B96 kostet 300€ - 600€. Mit einem Führerschein Klasse B96 dürfen Sie Zugkombinationen bis 4250 kg Gesamtmasse bewegen. Dadurch haben Sie mehr Spielraum beim Ziehen von großen Wohnwagen oder Pferdeanhängern. Beachten Sie die zulässige Anhängelast ihres PKW und kaufen Sie eine entsprechend stabile Anhängekupplung für die Nachrüstung.

Brauche ich eine besondere Anhängerkupplung für Wohnwagen oder Caravan?

Grundsätzlich eignen sich alle Anhängerkupplungen auch zum Ziehen von Wohnwagen oder Caravans. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass die Stabilität und die Dauerfestigkeit der Anhängerkupplung für das Gewicht des Caravans ausreichen. Auskunft hierüber gibt der sogenannte D-Wert. Dieser ist in das Typschild einer Anhängerkupplung eingeprägt und wird in Kilonewton angegeben. Die Anhängerkupplung und ihr entsprechender D-Wert muss aber auch auf ihr Zugfahrzeug angepasst sein, denn nur mit den Werten zur Anhängelast und zum zulässigen Gesamtgewicht ihres Fahrzeugs können Sie errechnen, wie schwer der Caravan sein darf, den Sie ziehen möchten. Am einfachsten und sichersten ist es, wenn Sie sich beraten lassen und die Berechnungen von kompetentem Fachpersonal durchführen lassen.

Außerdem gilt es, die maximale Stützlast des Zugfahrzeugs zu beachten. Diese gibt das Maximalgewicht vor, mit dem die Deichsel des Caravans oder Wohnwagens von oben auf den Kugelkopf drücken darf. Die Stützlast ist in den Fahrzeugpapieren unter Punkt 13 angegeben.

Tipp: Am einfachsten und genausten ist es, die Stützlast mithilfe einer Stützlastwaage direkt an der Kugelkopfaufnahme der Deichsel zu messen. So sind Sie auf der sicheren Seite! Wenn das Gewicht zu hoch ist, verteilen Sie die Ladung eher in den hinteren Bereich des Caravans.

Wenn Sie mit ihrem Fahrzeug nur gelegentlich einen Caravan ziehen und die Anhängerkupplung ansonsten nicht genutzt wird, bietet es sich an, ihr Fahrzeug mit einer abnehmbaren oder einer schwenkbaren Anhängerkupplung nachzurüsten. Diese sind bei Nichtbenutzung unsichtbar und erhalten die Optik des Fahrzeugs sowie den Komfort beim Be- und Entladen.

Kann ich bei meinem Auto eine Anhängerkupplung nachrüsten?

Eine Anhängerkupplung kann nur nachgerüstet werden, wenn der Fahrzeughersteller eine Anhängelast und eine Stützlast für das Fahrzeug freigegeben hat. Das ist bei den meisten Autos der Fall. Die Anhängelast finden Sie im neuen Fahrzeugschein im Feld O.1 für gebremste bzw. O.2. für ungebremste Anhänger. Die Stützlast finden Sie im neuen Fahrzeugschein unter Punkt 13: „Stützlast in kg“. In alten Fahrzeugpapieren steht keine Angabe zur Stützlast.

Grundsätzlich sollte Ihr Fahrzeug einen ausreichend starken Motor mit leistungsfähiger Motorkühlung, eine voll funktionsfähige Getriebe-Kupplung, eine stabile Karosserie und ausreichend starke (Allrad-) Bremsen besitzen, um schwere Lasten sicher zu ziehen. Halten Sie sich an die Angaben in den Fahrzeugpapieren, dann sind Sie im sicheren Bereich.

Elektroautos eignen sich grundsätzlich gut, um Lasten zu ziehen. Dementsprechend können auch für die meisten Modelle Anhängerkupplungen nachgerüstet werden. Allerdings verringert sich durch das zusätzliche Gewicht natürlich auch die Reichweite. Auch hier gilt es die Maximale Anhängelast zu beachten.

Weitere Voraussetzung nach DIN74058 und der EU-Richtlinie 94/20/EG ist, dass die Kupplungskugel beim beladenen Fahrzeug einen Abstand von 350mm – 420mm vom Boden hat. Das spielt bei SUVs oder Fahrzeugen mit sehr großer Bodenfreiheit eine Rolle. Die Höhe der Kupplungskugel lässt sich mithilfe von Adapterplatten anpassen.