Die automobile Zukunft: Mehr SUV, mehr Elektro

Manfred Prescher 184 0
Das Auto hat eine Zukunft, das ist schon mal sicher. Aber wie die wohl aussieht? Was uns bevorsteht, zeigt das Rameder-Team anhand von fünf Beispielen.

Mobilität der Zukunft

Am Umbau der Mobilität führt kein Weg vorbei – um das festzustellen, genügt ein Blick auf internationale Gesetzeslagen: Wer in Kernmärkten wie China, USA, Japan, Großbritannien, Benelux oder Skandinavien erfolgreich sein will, muss über kurz oder lang auf Verbrennungsmotoren verzichten. Die deutschen Autohersteller wissen das und sind dabei, die Produktion und das Marketing umzubauen. Manchmal gibt es auch Druck, etwa aus den USA, wo VW nach dem Abgasskandal verpflichtet wurde, eine Ladeinfrastruktur aufzubauen. Eigens dafür hat man die Division Electrify America gegründet – und arbeitet fleißig an der Umsetzung der Vorgaben. Es wird also noch mehr Elektroautos geben, egal, wie wir Deutsche das nun sehen. Aber wenn schon mit Strom gefahren werden soll, dann will man doch wenigstens das geliebte SUV behalten dürfen. Das „höhergelegte“ Fahrzeug, gern mit Allradantrieb, wird mit Nachdruck weiterproduziert – auch und gerade mit Elektroantrieb. So werden unter anderem aus dem VW-Konzern zwei aufgeladene Geschwister auf uns zustromern: Porsche Macan II EV und Audi Q6 e-tron. Einen Verbrauchsvergleich zwischen Limousinen und Kombis der gleichen Plattformen kann man sich auch bei diesem Antriebssystem sparen. Es ist wie beim Verbrennungsmotor: Schrankwand bleibt Schrankwand. Selbstverständlich wird es für diese Fahrzeuge beim Marktführer Kupplung.de auch passende Anhängerkupplungen geben. Denn zur Mobilität gehört auch die Notwendigkeit, Dinge von A nach B zu transportieren.

Der nächste Porsche Macan wird auch als E-Auto flott sein wie das aktuelle Modell

Dacia wird noch cooler – der Bigster

Schon der Dacia Duster ist ein besonderes SUV: Preiswert und gar nicht übel, wurde es von Mehmet Scholl als Understatement-Mobil beworben. Nun wagt das Unternehmen aus dem Renault-Konzern aber doch den Sprung zum extravaganten Auftritt: Der Bigster, der vermutlich 2023 auf uns zurollt, ist sehr stylish. Auch, wenn wir nicht wissen, ob das Design des 4,6 Meter langen Mittelklasse-SUV so markant bleibt, kann man schon feststellen, dass sich die Rumänen etwas trauen. Viel Offroad-Charakter zum gewohnt günstigen Preis erwartet die Käufer. Für den Bigster nutzt Dacia die CMF-B-Plattform, auf der beispielsweise auch Renault Captur, Nissan Juke und der Nachfolger des Lada Niva stehen, beziehungsweise stehen werden. Jede Wette, das kernige SUV wird ein großer Erfolg.

BMW iX – höhergelegter Stromer

Die X-Modelle von BMW sind absolute Stars der Marke mit dem Propellerlogo. Bei der Einführung X5 (1999) und X5 (2003) waren die Münchner Pioniere im SUV-Segment. Kein Wunder also, dass sie auch bei den elektrischen SUVs vorne mit dabei sein wollen. Ab November kann man sich davon überzeugen, ob das gelingt. Der iX wird beim Radstand knapp mehr bieten als der aktuelle X5, bei der schieren Länge von 4,90 Metern sind die Dickschiffe identisch. Der iX ist also ein großes Fahrzeug. Maximal 340 PS soll der Antrieb leisten und damit rund 400 Kilometer weit kommen. BMW spricht von maximal 425 Kilometer. Zwar steht der iX steht auf einer eigenständigen Plattform, aber in puncto Antrieb, Speicherung und Elektronik ist eng verwandt mit dem i4.

VW Taigo – der Crossover aus Brasilien

Im Mai 2020 wurde in São Paulo ein kleines Crossover-Fahrzeug auf der Polo-Plattform (MQB A0) vorgestellt – der VW Nivus. Als Taigo wird er ab Ende 2021 auch in Europa zu haben sein. Optisch unterscheiden sich die SUV-Zwerge schon, aber eben nicht allzu sehr. Interessanterweise wird es weder vom Nivus als auch vom Taigo eine Elektrovariante geben. Allerdings, so die Presseabteilung von VW, nimmt der Aufbau die späteren E-Modelle des Polos vorweg. Die Motoren des Taigo sind daher alte Bekannte, Turbobenziner mit 95 bis 150 PS stehen zur Verfügung. Und man staune: Auch eine 95 PS starke Turbodieselvariante soll es geben.

T-Klasse und Kangoo

Im kommenden Jahr bringt Mercedes einen neuen Transporter für die Familie auf den Markt: Die T-Klasse. Sie ist im Prinzip baugleich mit dem neuen Renault Kangoo. 4,9 Kubikmeter Ladevolumen stehen in beiden Modellen für Kind und Kegel zur Verfügung. Neben konventionellen Antrieben – die Rede ist von bis zu 160 PS starken Benzinern und Diesel mit bis zu 115 PS Leistung – wird es den Mercedes auch als rein elektrischen Van geben. Der wird EQT heißen und bis zu sieben Personen Platz bieten. Laut ADAC kann man den EQT am ehesten mit dem E-Caddy von VW vergleichen. Also viel Nutzwert, aber weniger Ausstattung als vergleichbare PKWs/SUVs aus dem jeweiligen Konzern.

Toyotas Mini-SUV für die Stadt

Der neue Zwerg aus dem Hause Toyota steht in den Startlöchern – Aygo X Prologue heißt das Crossover und soll 2022 auf den Markt kommen. Das „X“ steht dabei, wir dachten uns das schon, für „Crossover“. Aber „Prologue“? Der Zusatz macht auch Sinn, denn das Wort bedeutet ja „Vorspiel“ und laut Hersteller wird der das Fahrzeug die weiteren Aygo-Varianten vorwegnehmen. Der Hersteller wirbt für das in Frankreich entworfene Fahrzeug schon auf seiner Webseite. Technische Daten gibt Toyota dort aber noch nicht bekannt. Wird es einen Elektroantrieb geben? Zum Marktstart vermutlich nicht. Da wird man, wie kolportiert wird, wohl mit einem 72 PS starken Saugmotor auskommen müssen. Fest steht aber, dass der Kleine auch mit Automatik- oder automatisiertem Schaltgetriebe zu haben sein wird.

Bildnachweis
  • Daimler-Benz Presse
  • Porsche Presse
  • Dacia Presse
  • BMW Presse
  • Volkswagen Presse
  • Toyota Presse

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