Hitzeschutz im Auto

Manfred Prescher 1764 0
Im Sommer wird es rasch sehr heiß – 60 Grad Celsius im Innenraum des Autos sind spielend leicht möglich. Man sollte deshalb luftig angezogen sein. Kein guter Rat sind allerdings Flipflops, genauso wenig ist es sinnvoll, barfuß zu fahren. Denn bei einem Unfall riskiert man den Versicherungsschutz. Was man bei Sommerhitze machen kann, verrät der Rameder-Experte.

Sinnvoller Umgang mit der Klimaanlage

Wer die Klimaanlage sofort auf Hochtouren laufen lässt, riskiert Kreislaufprobleme. Der Körper soll langsam „heruntergekühlt“ werden – das ist auf jeden Fall für den Organismus verträglicher. Zu starkes Herunterkühlen belastet den Kreislauf, deshalb soll man die Klimaanlage nicht zu kalt einstellen: Mehr als sechs Grad Celsius sollte der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur auf keinen Fall betragen. Bei Autos mit Klimaautomatik ist es sinnvoll, die gewünschte Temperatur vor Fahrtbeginn auszuwählen. Generell sollte man aber bei allen Klimasystemen auf jeden Fall die Kühlung ausschalten und das Gebläse arbeiten lassen. So beugt man der Restfeuchtigkeit im Lüftungssystem – und damit Keimen und Mief – vor. Wenn es doch zu Feuchtgkeitsbildung kommt, hilft ein Desinfektionsspray.

Klimaanlage

Nicht zu früh die Klimaanlage einschalten.

Den Mittag meiden

Die Fahrt in den Urlaub sollte man so planem, dass man nicht in der Mittagshitze unterwegs ist. Zwischen 12 und 15 Uhr hält man am besten im Schatten Siesta. Weniger „hitzig“ fährt es sich am Abend oder Morgen – oder gar in der Nacht.

Trinken, Trinken – aber was?

Auf der langen Fahrt durch die Hitze muss man viel trinken – bis zu drei Liter am Tag. Empfehlenswert sind Mineralwasser, verdünnter Saft oder Tee. Koffein oder Taurin bringen nur kurzzeitig etwas, nach der vermeintlichen „Erfrischung“ wird man umso müder. Sinnvoll ist es daher, sich mit frischem Obst zu versorgen.

So ‘ne Sonne!

Wenn das Auto über Stunden in der Sonne stehen muss, empfiehlt sich der Einsatz von Sonnenschutz an den Scheiben. Autoglasfolie an den hinteren Scheiben hält einiges ab. Aber auch Schattenparkplätze haben ihre Tücken, denn die Sonne wandert unablässig weiter – und erhitzt das Auto. Man sollte daher Kind und Hund niemals im Auto zurücklassen, denn Hitze schadet in kürzester Zeit.

Hund im Auto

Hunde benötigen immer mal etwas Frischluft.

Auf die Lüftungspolitik kommt es an

Muss man in ein überhitztes Auto einsteigen, dann sollte man vorher kurz alle Türen und Fenster, auch das Schiebedach, öffnen. Danach schließt man Fenster, Schiebedach und – natürlich – die Türen, betätigt dann den Schalter für „Umluft“. Denn so kühlt der Wagen am ehesten ab.

Fahrzeug lüften

Vor Fahrtantritt das überhitzte Fahrzeug ordentlich lüften.

Was macht man auf der Kurzstrecke?

Weil Autos im Stadtverkehr ohnehin mehr Energie brauchen, der Motor wärmer wird und der Innenraum sowieso langsam herunterkühlen soll, ist es sinnvoll, die Klimaanlage auf kurzen Strecken nicht zu nutzen. Besser und umweltfreundlicher ist es, den Fahrtwind durch die geöffneten Fenster strömen zu lassen.

Fazit

Abschaffen kann man die Hitze natürlich nicht – außerdem freut man sich doch spätestens ab Februar auf den Sommer. Aber man kann mit den hohen Temperaturen umgehen lernen.

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