Montagepoint NRW – Tipps für die Wartezeit

Manfred Prescher 2731 0
Wer sich im Montagepoint eine Anhängerkupplung einbauen lässt, wartet nicht wirklich lange. Aber ein wenig Zeit braucht gründliche Arbeit nun mal schon. Das Rameder-Team gibt deshalb Tipps, wie man das Warten sinnvoll veredeln kann. Dieses Mal am Beispiel des Montagepoints NRW.

Wo findet man den Montagepoint NRW?

Mittlerweile gibt es im einwohnerreichsten Bundesland bereits sechs Rameder Montagepoints – Tendenz steigend. Aber nur einer heißt Montagepoint NRW. Das hat zwei Gründe: Erstens war dieser Montagepoint der erste, den der Marktführer in Nordrhein-Westfalen eröffnete, und zweitens liegt die Werkstatt absolut zentral – in Haan. Von dort aus ist das Ruhrgebiet gut zu erreichen – nach Duisburg, Bochum oder Essen sind es jeweils nur rund 45 Kilometer; Krefeld und Köln sind auch nicht so weit weg. In die Landeshauptstadt Düsseldorf sind es 25 Kilometer, nach Remscheid, Solingen, Wuppertal und Velbert sogar noch weniger. Haan liegt außerdem direkt am Neandertalsteig. Wer will, und Zeit hat, kann also eine Wiege der Menschheit entdecken. Für die Fahrten in die Städte der Umgebung empfiehlt es sich, bei der Terminvereinbarung im Montagepoint auch gleich ein günstiges und wendiges Kompaktauto mitzubuchen.

Über der Stadt herumgondeln – die Wuppertaler Schwebebahn

Vor 120 Jahren wurde sie eröffnet, und seit 1991 steht sie unter Denkmalschutz – die einzigartige Wuppertaler Schwebebahn. Unfälle gab es selten, aber ein Zirkuselefant war 1950 von den Schwingungen so irritiert, dass er die Kabinenwand durchbrach. Das Tier stürzte in die Wupper und überlebte leicht verletzt. Die Gesamtstrecke der Bahn ist 13,3 Kilometer lang. Vom Endbahnhof Vohwinkel ans andere Ende, nach Oberbarmen, dauert die Fahrt eine spannende halbe Stunde. Einen besseren Blick auf die hügelige Großstadt kann man sich kaum vorstellen. Und wer Verkehrsdenkmäler schätzt, sollte sich am Endpunkt in Vohwinkel umschauen: Im dortigen Schwebebahnpark sind einige historische Gerüstteile von der Zeit der Eröffnung der Bahn zu sehen.

Zeche als Weltkulturerbe – der Essener Zollverein

Von 1851 bis 1986 wurde hier Steinkohle abgebaut. Seit 2001 gehört die ehemalige Zeche Zollverein nun offiziell zum UNESCO Welterbe und ist Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur. Ein wichtiger Teil der Zeche war die 1961 eröffnete, damals sehr moderne Zentralkokerei mit ihren 192 Öfen. Von weitem sichtbar ist noch heute der Doppelbock von Schacht 12 – im Volksmund auch „Eiffelturm des Ruhrgebiets“ genannt. Um den Zollverein „zu begreifen“, sollte man eine Führung mitmachen. Wer wissen will, wie wichtig die Kohle für die Region war und was nach dem Ende des Tagebaus passierte, besucht unbedingt auch das Ruhr Museum in der ehemaligen Kohlewäsche. Dort kann man im „Café Kohlenwäsche“ auch einen Zwischenstopp einlegen. Erstklassige Küche bieten „The Mine“ – und in der ehemaligen Turbinenhalle – das „Casino“. Alle Lokale im Areal „spielen“ mit dem Ambiente und interpretieren das Industriedenkmal auf stimmige Art und Weise. Der Name „Zollverein“ kommt übrigens von einem Abkommen aus dem Jahre 1834. Damals schlossen einige Kleinstaaten einen Vertrag, der die zollfreie Lieferung von Kohle – und damit auch den Aufschwung des Ruhrgebietes – besiegelte.

Die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands

Die schieren Fakten der Müngstener Brücke sind an sich schon beeindruckend: Der luftige Stahlkoloss wiegt fast 500.000 Tonnen und wird von einer knappen Million Nieten gehalten. Einer davon soll angeblich aus Gold sein, sagt die Legende. Sie verrät aber nicht, an welcher Stelle er in den Stahl geschlagen wurde. Die von 1894 bis 1897 von MAN gebaute Brücke ist 465 Meter lang, die Bogenlänge beträgt 170 Meter und die Züge fahren auf einer Höhe von 107 Metern mit maximal 70 km/h über der Landschaft zwischen Solingen und Remscheid. Die Fahrstrecke zwischen den beiden eng verbundenen Städten wurde durch das Bauwerk von 44 auf nur 8 Kilometer verkürzt. Immer am letzten Oktoberwochenende findet das zweitägige Brückenfest statt, aber der Brückenpark ist auch an den anderen Tagen ein Erlebnis: Hier verbinden sich schöne Natur und monumentale Baukunst miteinander.

Eine Wiege der Menschheit – der Neanderlandsteig

Der Homo neanderthalensis, besser bekannt als Neandertaler, ist einer unserer Vorfahren. Vor rund 130.000 Jahren begann er damit, weite Teile Europas zu besiedeln. Seinen Namen hat er aber durch das Neandertal, das im Kreis Mettmann liegt, bekommen. Dort stieß man auf einige Funde aus der Zeit des Pleistozäns. Den Spuren dieser frühen Menschen kann man heute durch malerische Landschaft hindurch folgen: Der 240 Kilometer lange Wanderweg umfasst 17 unterschiedliche Etappen, die letzte endet am Ort des Montagepoints, in Haan. Dort findet man unter anderem noch Hinweise auf den frühgeschichtlichen Kalkabbau. Sehenswert ist auch das Neanderthal Museum in Mettmann. Wie war der Alltag der Neandertaler? Und wie entwickelten sich die in Savannen lebenden Vorfahren zum modernen Menschen? Speziell für Kinder wird die „Steinzeit“ zum spannenden Spiel. Sogar eine Führung durch das „eiszeitliche Wildgehege“ wird angeboten: Auf den Talwiesen am Fluss Düssel leben heute Wisente, Auerochsen und die Tarpane, eine eigentlich ausgestorbene Wildpferdgattung.

Medienhafen Düsseldorf – nicht nur „schräge Architektur“

Früher war der Düsseldorfer Handelshafen eher trist, heute haben sich direkt am Rhein mehr als 800 Unternehmen der Bereiche Medien, Kommunikation und Kreativität angesiedelt. Der Medienhafen ist sogar zum touristischen Anziehungspunkt geworden, den man durch verschiedene, individuell gestaltbare Führungsvariante gerecht wird. Besonders auffällig sind die drei Gebäude des renommierten kanadischen Architekten Frank O. Gehry: Im Neuen Zollhof hat der Schöpfer unter anderem des Guggenheim Museums von Bilbao oder des „Tanzenden Hauses“ von Prag drei Gebäude ohne Gesimse und Sockel gebaut. Besonders auffällig sind die gekrümmten Fassaden. Es scheint so, als wären die Oberflächen in einer fließenden Bewegung eingefangen worden. Im Medienhafen warten 60 Restaurants, Bistros und Cafés auf den Gast. Nur die „Flossis“ sind derzeit nicht mehr da. Die bunten Figuren der Stuttgarter Künstlerin Rosalie schienen am Roggendorfhaus emporzuklettern – und waren Wahrzeichen des Medienhafens. Derzeit wird beratschlagt, ob und wie sich die Fabelwesen mit den riesigen Patschehänden restaurieren lassen.

Bildnachweis
  • Neanderlandsteig Jürgen Treiber/Pixabay
  • Düsseldorf Tourismus
  • Erzbistum Köln
  • Stadt Solingen
  • Wuppertaler Schwebebahn Stephanie Albert/Pixabay (3 Fotos)
  • Stiftung Zollverein Essen/Frank Vinken
  • Hoga Presse
  • Müngstener Brücke Carola68/Pixabay
  • Medienhafen Cocoparisienne/Pixabay
  • Medienhafen Sebastian Thöne/Pixabay

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