Die coolsten Autofilme

Manfred Prescher 3671 0
In den großen Leinwandstreifen geht es oft heiß her, erst recht, wenn flotte Flitzer mit am Start sind. Aber müssen es immer Sportwagen sein? Nein, auch ein toller Käfer oder eine Schrottkiste können durchaus für Furore sorgen. Wir stellen die besten, witzigsten und spannendsten Kinohits vor. Alle sind übrigens auch per Streamingdienst und auf DVD/BluRay zu habens. Hier ist unsere ultimative Autofilme Top 10

10 GOLDFINGER (GB, 1964)

Goldfinger ist der „eine Bond“, der zur Richtschnur für alle anderen Abenteuer von 007 wurde. Der Agent mit der Lizenz zum Töten und zum Schnellfahren setzt hier seinen mit Hightech angereicherten Aston Martin DB5 perfekt in Szene. Als Kind hatte man damals das Corgi-Toys-Modell – mit Schleudersitz und Raketen.

9. EIN TOLLER KÄFER (USA, 1969)

Die Hippies liebten den Bulli – und die Kinogänger den natürlich eigentlich untermotorisierten „Love Bug“, wie der Disney-Film im Original hieß. Der Käfer mit der berühmten Nummer 53 auf der Kofferraumhaube ist mutig, klug und gewinnt sowohl die Herzen von Groß und Klein, als auch das wichtigste Rennen.

8. LE MANS (USA, 1971)

Das 24-Stundenrennen von Le Mans ist sowieso eines der berühmtesten Motorsportereignisse überhaupt. Ein Denkmal wurde dem Langstreckenabenteuer von Lee H. Katzin gesetzt. Und das lag an der ungeheuer dichten Atmosphäre, dem blau-orangenen Porsche 917 und am coolen Steve McQueen, der den Rennfahrer Michael Delaney spielt. Auch klasse: Siegfried Rauch als Erich Stahler.

7. FLUCHTPUNKT SAN FRANCISCO (USA, 1971)

Schuld ist eine Wette: Der schneidige, von Barry Newman gespielte Kowalski glaubt, dass er ein Auto in nur 15 Stunden von Denver nach San Francisco überführen kann. Was ihm und seinen Dodge Challenger auf der 2.000 Kilometer langen Strecke alles passiert, ist ebenso haarsträubend wie genial. Das Auto selbst ist eine Klasse für sich – schon der V8 Big Block mit 7,2 Liter klingt einfach gewaltig.

6. CARS (USA, 2006)

Pixar hat diesen Film am Computer erstellt – und wie. Die Charaktere in dem sehr erfolgreichen Animationsstreifen sind allesamt Autos, und sie können natürlich sprechen. Der bunte Haufen um den alten NASCAR-Haudegen Lightning McQueen, um Sally, einen 911er Porsche, um Doc Hudson, einen 51er Hudson Hornet oder Sarge, einen alten Jeep sind echte Charaktere. Die deutschen Synchronsprecher der coolen Cars sind unter anderem Rick Kavanian, Daniel Brühl, Franziska van Almsick, Nadja Tiller, Niki Lauda, Mario Barth oder Michael Schumacher. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister leiht natürlich einem Ferrari seine Stimme.

5. DEATH PROOF (USA, 2007)

Der Film des Oscar-prämierten Kultregisseurs Quentin Tarantino ist eine Hommage an die B-Movies der 1970er Jahre – und er zitiert kräftig in der Hollywood-Historie, besonders bei Fluchtpunkt San Francisco. Der Hauptdarsteller ist der fiese, von Kurt Russell gespielte Stuntman Mike und der bringt eine Gruppe junger Frauen um. Im zweiten Teil wird er dafür dann von einem anderen Trio schneller Ladys gejagt. Seine Autos, zunächst ein 1970er Chevy Nova und – in der zweiten Hälfte des Streifens ein Dodge Charger, Baujahr 1969 – sind angeblich so konstruiert, dass sie todsicher oder eben death proof sind. Mikes Gegenspielerin Zoë kauft übrigens einen weißen Challenger. Und so ein Schlitten spielt bereits im originalen „Fluchtpunkt“ die vierrädrige Hauptrolle.

4. THE FAST AND THE FURIOUS (USA, 2001)

Mittlerweile ist die rasante Reihe auf acht Teile angewachsen. Benchmark bleibt aber der erste Streifen rund um Dom Toretto (Vin Diesel) und Brian O’Conner, der bis Teil Sieben vom 2013 verstorbenen Paul Walker gespielt wurde. Der Streifen wirkt wie ein ultraschneller, auf 103 Minuten Parforce-Ritt ausgedehnter MTV-Clip voller japanischer Tuning-Autos. Die werden mit Lachgas vorübergehend noch schneller. Aber bitte nicht nachmachen, das Zeug ruiniert den Motor. Überhaupt sollte man nichts von dem imitieren, was Toretto und O’Conner so anstellen.

3. MAD MAX (USA, 1979)

Die Fahrzeuge scheinen irgendwie fast aus dem Baumarkt zu stammen – grob zusammengebastelt. In der postapokalyptischen Welt des von Mel Gibson gespielten Max Rockatansky sind halt einfach nicht genug Originalteile verfügbar. Von dem insgesamt vier Filmen der Reihe ist besonders Teil 2 Mad Max II – der Vollstrecker von 1981 für Autofans interessant: Denn der Showdown bietet eine unerbittliche 20-Minuten-Schlacht mit einer großen Zahl an „Baumarkt“-Autos.

2. BLUES BROTHERS (USA, 1980)

Schwarze Anzüge, schwarze Hüte, schwarze Sonnenbrillen und eine schwarz-weiße Bullenkarre – genauer, ein 1974er Dodge Monaco: Die beiden Brüder Elwood (Dan Aykroyd) und Jake Blues (John Belushi) wollen das Weißenhaus retten, indem sie aufwuchsen. Dafür brauchen sie 5.000 Dollar, und die bekommen sie nur zusammen, weil sie mit viel Mühe und Not ihre „alte“ Band wieder vereinen. Die Band hatte übrigens „in echt“ unter anderem für das legendäre Stax-Label gespielt und war bei Hits wie „Hold On, I’m Coming“ oder „Knock On Wood“ federführend. Die Musik spielt in diesem Film überhaupt eine große Rolle, nicht nur, weil Elwood und Jake  beim Einsammeln der Truppe unter anderem auf James Brown, Aretha Franklin, John Lee Hooker, Ray Charles oder Cab Calloway treffen: Die Schauspieler zeigten sich vor dem Dreh des Films mit der Band auf einer großen, erfolgreichen US-Tournee. Beim beispiellosen Finale des Streifens, werden während einer heißen Jagd nach Chicago, unzählige Polizeiautos „zerlegt“ – aber die 5.000 Dollar kommen natürlich im Heim an. Aber das ist kein Wunder, die Gebrüder Blues sind schließlich im Auftrag des Herrn unterwegs.

1. BULLITT (USA, 1968)

Noch mal Steve McQueen – und noch mal ein verdammt cooler Film. McQueen spielt den NYPD-Lieutenant Frank Bullitt, der ins Visier von Mafia-Killern gerät. Sein treuer Begleiter ist ein grüner Ford Mustang Fastback der zweiten Baureihe. Das Gespann ist scharf wie eine Handgranate und genauso sexy. Angeblich saß McQueen bei den halsbrecherischen Verfolgungsrennen selber am Steuer. Wundern würde das nicht. Der Mime war ein begnadeter Autofahrer.

Und knapp nicht in den Top 10 gelandet:

11. Auf dem Highway ist die Hölle los (USA, 1981) – Das illegale Teufelsrennen

12. Charlie staubt Millionen ab (GB, 1969) – Minis groß in Mode

13. Convoy (USA, 1978) – Ein Laster? Nein, viele

14. Duell (USA, 1971) – Tanklaster jagt PKW und nicht mal Regisseur Spielberg weiß, warum

15. Christine (USA, 1983) – Horror nach Stephen King: Ein 1958er Plymouth Fury wird sauer

16. Manta Manta (D, 1991) – Til Schweiger ist Bertie und der Opel ist ein Manta

17. Ronin (GB/USA, 1998)  – Auch „Schrottkarren“ eignen sich für Verfolgungsjagden

18. Thunder Road  (USA, 1958) – Selbstgebranntes wird in aufgemotzter Kiste geschmuggelt

19. Zurück in die Zukunft (USA, 1985) – Dank Flux Generator kann der DeLorean durch die Zeit reisen

20. American Graffiti (USA, 1973) – Rock’n’Roll, Chevys, Buicks und Hot Rods – von George Lucas

Kommentare zu "Die coolsten Autofilme"

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten!
  • Wie ist Ihre Meinung zum Artikel "Die coolsten Autofilme"?

    Jeder Beitrag wird von Hand freigeschaltet. Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar und ggf. Ihrer Website gespeichert wird.

    Nach oben