Bienvenue und Grüezi – Grüße vom Genfer Autosalon 2016 – 3

Jens Waldmann 2647 0
Auch in den dritten Teil meines Besuchsberichts vom Genfer Autosalon habe ich einiges Überraschendes gepackt. Neben dem schönsten Auto der Messe kam es auch noch zu einer unerwarteten Begegnung.

Neben den gewohnten Höhepunkten war auch einiges dabei was nicht unbedingt meine Euphorie weckte.

Enttäuscht bin ich etwas von Peugeot. Außer dem Traveller, der in Zusammenarbeit mit Citroen und Toyota entstand, gibt’s hier nichts Neues zu sehen. Selbst die Fractal-Studie ist schon ein alter Hut.

Schnell am Morgan- und am Magna-Stand vorbei, die mit ihrer elektrischen EV3 Studie sowie dem Lykan glänzen wollen, lande ich bei Land Rover.

Der Range Rover Evoque ist eh schon eine Erfolgsgeschichte, aber das passende Cabrio setzt noch einen drauf. Völlig ohne Überrrollbügel hat diese Schönheit Seltenheitswert, da einzigartig in seiner Klasse.

Da steht er nun – der Jaguar F-Type SVR. Wow – was für ein Cabrio! Hier genügt nicht nur ein kurzer Blick. Man muss den Wagen wirken lassen. Und nicht nur der kann absolut überzeugen, sondern auch der gesamte Messeauftritt von Jaguar macht was her.

Der F-Type SVR erreicht, laut Jaguar, die magische Marke von 200 Meilen pro Stunde (322 km/h) dank 575 PS. Preise ab 138.400 Euro.

Jaguar F-Type SVR

Jetzt wird es plötzlich hektisch. Security und Fotografen soweit das Auge reicht – muss also eine Persönlichkeit sein, die hier „ungestört“ über den Autosalon spazieren möchte. Keine 30 Sekunden später ist der Spuk vorbei und, wie ich später erfahren habe handelte es sich um den Bundesrat und Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset, komme ich ungehindert zu meiner nächsten, kurzen Ruhepause.

Helle Aufregung um den Schweizer Bundesrat Alain Berset. Und natürlich für einen kurzen Moment kein Durchkommen.

Bundesrat Alain Berset (Der mit den wenigsten Haaren).

Schon mit Blick auf mein nächstes Ziel stelle ich fest, dass hier alles auf die Generation Smartphone ausgerichtet ist. Überall Ladekabel in den Sitzflächen und bester Empfang, aber ich lass mich nicht ablenken und steure direkt auf den Mazda RX-Vision zu. Das ist also die Zukunft des Wankelmotors. Der RX-Vision ist zwar nur eine Conceptcar, aber sollte dies der Nachfolger des RX-8 werden bin ich auf die Umsetzung gespannt.

Auf das wesentliche der Präsentation beschränkt entdecke ich den neuen SX4 S-Cross von Suzuki. Ziemlich gewöhnlich passt dieser sich langsam an die Einheitsformen vieler Hersteller an.

Gleich daneben der nächste asiatische Hersteller: Honda. Die Japaner warten in Genf mit dem Prototyp der zehnten Generation des Civic auf die 2017 kommen soll – natürlich eindrucksvoll präsentiert.

Die zehnte Generation des Honda Civic soll erst nächstes Jahr realisiert werden.

Und wieder ein Concept-Car. Diesmal der IDS von Nissan mit innovativen Technologien die vom vollelektrischen Antrieb bis hin zum autonomen Fahren. Laut Hersteller verwandelt sich der Fahrgastraum in einen rollenden Salon und das Lenkrad und die Pedale werden zurückgezogen. Das hätte ich gern mal getestet, aber hier war absolut kein rankommen.

Altbewährt präsentiert sich Renault auch in diesem Jahr. Tolle Lichteffekte, aber in den letzten Jahren etwas überstrapaziert könnten die Franzosen sich etwas Neues einfallen lassen.

Das haben sie mit dem Scenic auch tatsächlich getan. Der Familien-Van gefällt mir durch seine etwas flachere Linie zum Vorgänger. Erstmals zu sehen ist auch der Megane GT. Chromleisten um die Fenster und mattierte Alu-Dachträger sollen wohl die Wertigkeit des Erfolgsmodells unterstützen.

Ziemlich aufgeräumt geht es am Stand von VW zu. Alles Fahrzeuge wie an einer Schnur aufgereiht stehen sie da. Neben dem „beats UP!“, der ein gewöhnlicher UP! ist nur mit mehr Farbauswahl, und dem „e-UP!“ sticht eigentlich nur Einer hervor: Der T-Cross Breeze. Die „Briese“ bleibt vermutlich auch kein leichtes Lüftchen, den VW will das kleine SUV in Pologröße schon nächstes Jahr auf den Markt bringen. Wir dürfen gespannt sein, ob das Serienmodell dann noch so gelungen aussieht.

Der VW T-Cross Breeze soll schon jetzt einen konkreten Ausblick auf ein kostengünstiges Serienmodell sein. Das Concept-Car ist nicht Größer als ein VW Polo und soll zu Preisen um die 16.000 Euro kommen.

VW T-Cross Breeze

Die Töchter Skoda und Seat treffe ich gleich nebenan. Einen Ausblick auf den im kommenden Jahr startenden Kodiak gewährt Skoda mit dem VisionS. Besonders klare Linien zeichnen schon jetzt ein Bild wie ich es mir von einem SUV wünschen würde.

Bei Seat hat man jetzt zum ersten Mal auch ein SUV im Programm und stellt dies auslieferbereit in Genf vor. Der Ateca gefällt – nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Besuchern. Dicht umlagert ist kaum ein rankommen, aber ich bin enttäuscht. Haben die Spanier im letzten Jahr noch die Studie 20V20 mit wirklich scharfen Formen vorgestellt, so ist der Ateca ziemlich zahm ausgefallen. Ciao wilder Stier und willkommen kleiner Ziegenbock.

Hier geht es zum vierten Teil meines Berichtes <mehr erfahren>

Weitere Impressionen vom Teil 3

 

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