Die Anhängersteckdose – für ein sicher vernetztes Gespann

Manfred Prescher 422 0
Irgendwie unscheinbar aber doch extrem wichtig: Die Anhängersteckdose sorgt für Sicherheit und volle Funktionsfähigkeit bei der Gespannfahrt. Der Rameder-Spezialist erklärt, wie sie aufgebaut ist.

Was macht eigentlich eine Anhängersteckdose?

Eigentlich ist es ganz einfach: Die Anhängersteckdose, auch bekannt unter der Bezeichnung Elektrosatz, gehört zur Anhängerkupplung und soll speziell die Funktion der Beleuchtungseinheiten am Trailer sicherstellen – und das so, wie es die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) zwingend vorschreibt. Bei den Steckdosen unterscheidet man grundsätzlich zwischen der 7-poligen und der 13-poligen Steckverbindung nach ISO 11446, dem sogenannten Jaeger-System, das seit Ende der 1980er Jahre weit verbreitet ist. Die 7-polige Steckverbindungen sind wie – auch die 7+6 poligen Multicon-Verbindungen – nicht mehr häufig im Einsatz. Denn die 13-polige Dose ist der 7-poligen auf jeden Fall vorzuziehen, unter anderem wegen der stets spritzwasserdichten und korrosionsfreien Verbindung. Aber auch die Funktion der Nebelschlussleuchte bei Montage eines Fahrradträgers ist bei der 7-poligen Variante unter Umständen eingeschränkt.

Bedienung der 13-poligen Steckverbindung

Das Gehäuse des Steckers besteht aus glasfaserverstärktem Kunstoff. Praktischerweise lässt sich die 13-polige Steckverbindung mit einer Hand bedienen. Das liegt am typischen Bajonettverschluss und den Federelementen, die die Kontakthülsen umschließen: Sie sorgen dafür, dass beim Verbinden ein Ziehen oder Drücken, also ein größerer Kraftaufwand, nicht nötig ist. Es genügt eine Vierteldrehung in Uhrzeigersinn, dann wird der Stecker eingesteckt – mit einer Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn wird er ausgesteckt. Gleichzeitig sorgt dieses System dafür, dass eventuell vorhandene Oxidschichten auf den Kontakten abgeschabt werden und eine einwandfreie Verbindung zustande kommt. Als Sicherung gegen Lösen, etwa durch Verdrehen, dient der Steckdosendeckel mit seiner Schließfeder – er drückt auf die angespritzte Ronde des Steckers.

Aufbau der 13poligen Anhängersteckdose

Schaubild: So ist die übliche 13-polige Dose belegt

Bei der 13-poligen Anhängersteckdose gibt es Varianten, die sich von der Belegung der Kontakte unterscheiden – so sind etwa die Dosen von VW anders konfiguriert. Der Umfang der „Vernetzung“ ist aber identisch, weshalb zur Veranschaulichung der Belegung ein genauerer Blick auf das 13-polige Standardsystem von Jaeger (ISO  11446) genügt. Das obige Schaubild zeigt, was genau an welchem Pol anliegt: Generell werden alle für die Fahrsicherheit wichtigen und vorgeschriebenen Beleuchtungseinheiten funktionsfähig gemacht. Blinker links und rechts, Nebelschlussleuchte des Anhängers, Nebelschlussleuchte des Zugfahrzeugs, Schlussleuchte rechts und links, Bremsleuchte und Rückfahrleuchte werden angesteuert – und bei Einsatz eines Fahrradträgers wird die Nebelschlussleuchte des Autos deaktiviert. Dies ermöglicht ein Schalter in der Steckdose. Außerdem kann beim 13-poligen Stecker der Anhänger-Erkennungskontakt mit dem Massekontakt (Nummer 3) der Steckdose verbunden sein. Damit soll beim Rückwärtsfahren der Abstandswarner des Zugfahrzeugs deaktiviert werden.

Fazit

Die Anhängersteckdose ist klein und kaum wahrnehmbar. Sie sorgt aber im Alltagsbetrieb für maximale Lichtsicherheit beim Gespann. Weitere Infos gibt es dort, wo es für (fast) alle Autos preiswerte Anhängerkupplungen und auch die Montage gibt – beim Marktführer Kupplung.de.

Bildnachweis
  • Rameder

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