Ich weiß nicht, was soll es bedeuten – Komische Autonamen VIII

Manfred Prescher 1148 0
Das nichts unmöglich ist, weiß die Autoindustrie schon lang – und beherzigt das Motto bei der Namensfindung. Das Rameder-Team stellt wieder einmal ein paar merkwürdige Modellbezeichnungen vor.

Komische Autonamen: Robert mit den Scherentüren?

Als der rein elektrisch betriebene Südkoreaner Kia e-Niro im Herbst 2018 bei uns vorgestellt wurde, musste man zwei Mal hinhören. Komische Namen gibt’s – wie heißt das Vehikel gleich nochmal? „De Niro“? Ach, wieso eigentlich nicht. Der mittlerweile schon etwas betagte Mime („Der Pate – Teil II“, „Taxi Driver“, „Heat“) kann bekannterweise fast alles spielen. Warum also nicht mal ein Auto? Zumal es sich beim Kia De Niro um ein Crossover-Model handelt. Also eines, das verschiedene Rollen in sich vereint: Ein wenig Coupé, etwas allradfreies SUV und natürlich einen E-Motor. Bis zu 204 PS leistet der. Gut, da müsste sich der olle Robert etwas strecken, aber Kraftmeierei konnte er früher schon auch. Leider aber hat man den Wagen nicht nach dem Hollywoodstar benannt. Das „Niro“ kommt von einem 2013 auf der IAA in Frankfurt vorgestellten Konzeptfahrzeug, das wegen seiner Scherentüren auffiel. Das hilft dem Schlauberger auf der Suche nach einer Namenserklärung auch nicht weiter. Warum also Niro? Weil man sein Auto nennen darf, wie man mag? Oder weil einem nichts besseres einfiel? Vielleicht dachte man ausnahmsweise nicht „big“, sondern einfach „small“ – und erinnerte sich an Niro-Lager? Die sind nämlich aus rostfreiem Stahl. Ok, ok, war nur so eine Idee. Namensvorschlag für ein neues Modell:  Kia e-Vans

Cupra und Harry Potter

Sie kennen die Dementoren? Hoffentlich nicht persönlich, aber aus den Büchern und Filmen rund um den Zauberlehrling Harry Potter dürften Ihnen diese magischen Wesen vertraut sein. In den Werken von J. K. Rowling fürchtet man sie, weshalb sie das Gefängnis von Askaban bewachen müssen. Ob SEAT das sportliche SUV-Coupé seiner dynamischen Marke Cupra deshalb so erschreckend benennen wollte? Ein Dementor, der die linke Autobahnseite mit bösem Blick freihält? Natürlich nicht. Der Cupra heißt nämlich Formentor – und das ist auch der Name des nördlichsten Punktes der Ferieninsel Mallorca. Die Einheimischen nennen das Felsplateau mit dem malerischen Leuchtturm übrigens „Treffpunkt der Winde“, was aber als Name für ein SUV doch unpassend, weil einfach zu lang wäre – erst recht auf Spanisch: „Punto de encuentro de los vientos“. Klänge gut, der Schriftzug würde aber die komplette Unterkante der Heckklappe füllen. Also dann doch lieber Dementor – äh – Formentor. Namensvorschlag für ein neues Modell: Cupra Nazgul

Nur echt mit Schreibfehler

Seit 2002 und mittlerweile in drei Baureihen gibt es den Touareg, das XXL-SUV aus dem Hause Volkswagen. Den Schreibfehler schleppt man seit Anfang durch die Modellvarianten. Die Tuareg, das nordafrikanische Volk, das in und um die Sahara und in der Sahelzone lebt, führt jenes „o“ nicht im Namen. Warum auch? Die Berber sind sowieso meist auf Tour, da muss man nicht unbedingt auch noch darauf hinweisen, dass man die Wüste durchqueren kann, wie kaum ein Auto. Der Touareg, der immerhin im Rallyetrimm „die“ Paris-Dakar erfolgreich bestritt, ist in der Serienausgabe eher nicht für längere Wüstenritte geeignet. Das edle Gefährt könnte ja schmutzig werden. Am Ende bricht noch eine Feder – und was dann? Wie die Erfahrungen reiseerprobter Offroad-Spezialisten zeigen, können die cleveren Berber solche Teile durch Schmiedearbeit ersetzen, wenn auch eher bei Land Rover Defender oder Toyota Land Cruiser. Der Touareg ist halt doch eher ein Touran mit Allradantrieb und Luxusausstattung. Namensvorschlag für ein neues Modell: VW Nazcar

Die totale Finsternis aus dem Hause Mitsubishi

Eine Eclipse ist eine Finsternis im Allgemeinen und eine Sonnenfinsternis im Speziellen – zumindest im englischen Sprachraum. Wenn sich der Mond vor unseren Stern schiebt und ihn verdunkelt, dann ist das ein Erlebnis. Man setzt die Spezialbrille auf und schaut in den Himmel. Ob der „Eclipse“ genannte Mitsubishi in der Lage ist, die Sonne zu verdecken? Da müsste sie schon arg tiefer gelegt werden: Zumindest die ersten vier, von 1990 bis 2012 gebauten Generationen waren bekanntlich eher Flachmänner. Kompakte Sportgeräte in Coupé-Form. Der aktuelle Eclipse trägt den Namenszusatz „Cross“ und stellt sich schon eher in Richtung Firmament: Knapp 1,7 Meter hoch ist das SUV aus Japan. Das reicht aber auch höchstens, um den Blick anderer Verkehrsteilnehmer zu verfinstern, etwa, weil das Schiff einen Parkplatz oder die Sicht auf die Ampel blockiert. Wie man den Mitsubishi anschauen mag, ist aber ansonsten Geschmackssache. Namensvorschlag für neues Modell: Mistubishi Empty

Was ist eigentlich ein Movano?

Eines steht fest: Transporter halten das gesellschaftliche Leben aufrecht. Sie fahren praktisch fast alles, was man so braucht oder womit man umziehen möchte, durch die Gegend. Das tun sie in Deutschland mindestens seit den Zeiten von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder. Und wenn sie dann nicht auf schnöde Arbeitsnamen wie B-1000 oder T2 hörten, dann hießen sie antik-edel Barkas oder wurden vom Volk liebevoll „Bulli“ getauft. Manche bekamen sogar vom Werk aus schon schöne Namen wie Transit, Matador oder Blitz verpasst. So nannte man im Hause Opel von den 1930er bis in die 1970er die kleineren Transporter und LKWs. Das führte immerhin dazu, dass alle „Opels“ den Blitz als Logo-Emblem bekamen. Seit 1998 hört der Rüsselsheimer Transporter nun auf Movano. Die erste Generation des Kleinlasters war seinerzeit baugleich mit dem Renault Master. Und dessen Name passt doch gut zu einem Kerl, der kräftig zupacken kann. Movano klingt indes mehr nach einer Torte, die man sonntags beim Bäcker holt, wenn die Schwiegereltern zu Besuch kommen. Dazu serviert man dann einen leckeren Mokka. Ach, den gibt’s ja auch von Opel. Namensvorschlag für ein neues Modell: Opel Schiwago

Fazit: Eine AHK? Aber sicher!

Für fast alle der genannten Fahrzeuge hat Marktführer Rameder mindestens eine Anhängerkupplung im Sortiment: Fahrer von Touareg, Movano, Eclipse Cross und auch vom e-Niro kommen mit ein paar Klicks in den Genuss der praktischen Vorrichtung. Wer einen Formentor besitzt, muss noch etwas warten. Der praktische Haken für den Cupra wird demnächst lieferbar sein.

Bildnachweis
  • djedj/Pixabay
  • Kia Presse
  • SEAT Presse
  • Volkswagen Presse
  • Mitsubishi Presse
  • Opel Presse

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